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Praxisnachrichten

Benignes Prostatasyndrom: zwei neue Behandlungsverfahren in EBM aufgenommen

11.10.2018 - Die Operationsverfahren photoselektive Vaporisation und Thulium-Laserenukleation der Prostata wurden zum 1. Oktober 2018 in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Damit stehen zwei weitere Laserverfahren zur Behandlung eines benignen Prostatasyndroms in der vertragsärztlichen Versorgung zur Verfügung.

Der Bewertungsausschuss hat dazu in seinem Beschluss festgelegt, für die photoselektive Vaporisation den OPS‐Kode 5‐601.42 und für die Thulium‐Laserenukleation den OPS‐Kode 5‐601.72 aufzunehmen.

Urologen mit einer entsprechenden Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) rechnen die Leistungen über die Gebührenordnungsposition (GOP) 36289 und den dazugehörigen Zuschlag (GOP 36290) ab. Mittels dieser GOP erfolgt auch die Abrechnung anderer laserendoskopischer urologischer Eingriffe der Kategorie RW3.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte die beiden Behandlungsmethoden im Februar 2018 in die Anlage I „Anerkannte Untersuchungs‐ oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung aufgenommen.

Genehmigung der KV erforderlich

Die Berechnung der GOP 36289 und 36290 setzt eine Genehmigung der KV nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zu nicht-medikamentösen, lokalen Verfahren zur Laserbehandlung des benignen Prostatasyndroms voraus. Die Vereinbarung wird zum 1. Januar 2019 angepasst und in Bezug auf die photoselektive Vaporisation und Thulium‐Laserenukleation erweitert.

Bis zum Inkrafttreten der erweiterten Vereinbarung können die neu aufgenommenen OPS‐Kodes übergangsweise bei Vorliegen einer Genehmigung der KV nach der bestehenden Vereinbarung berechnet werden. Die Übergangsregelung gilt längstens bis zum 31. Dezember 2018.

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