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Praxisnachrichten

Nebenwirkungen von Arzneimitteln leichter melden

18.10.2018 - Das Online-Meldesystem nebenwirkungen.pei.de wurde grundlegend modernisiert. Damit wollen die zuständigen Arzneimittelbehörden es Patienten erleichtern, Nebenwirkungen zu melden und die Arzneimitteltherapiesicherheit weiter verbessern.

Das Portal richtet sich in erster Linie an Bürger und wird betrieben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und dem Paul-Ehrlich-Institut.

Patienten können auf dem Portal unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) schnell und unkompliziert online melden. Die Meldungen würden in das behördliche Arzneimittelüberwachungssystem einfließen und könnten in der Risikoüberwachung zeitnah von den Experten der Arzneimittelsicherheit berücksichtigt werden, teilten die Betreiber mit.

So funktioniert eine Meldung

Neben Informationen zu Fragen wie „Woher weiß ich, dass eine Nebenwirkung aufgetreten ist?“ und „Welche Angaben sollte ich machen?“ steht auf dem Portal ein Online-Meldeformular bereit. Damit kann der Nutzer Schritt für Schritt Angaben zur betroffenen Person, der Nebenwirkung, dem Arzneimittel und dem Krankheitsverlauf eintragen.

Anschließend bekommt er eine Zusammenfassung angezeigt und kann die Nebenwirkung melden. Die Betreiber heben hervor, dass in einer Meldung sowohl mehrere Nebenwirkungen zu einem Arzneimittel als auch mehrere Arzneimittel, die eine einzelne Nebenwirkung hervorrufen, erfasst werden können.

Der Meldende müsse zudem nicht wissen, ob das betreffende Arzneimittel im Zuständigkeitsbereich des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte oder des Paul-Ehrlich-Instituts liege. Auf Wunsch bliebe jede Meldung anonym, auch wenn sie eine Bearbeitungsnummer erhält.

Praxen melden weiterhin über AkdÄ

Für Ärzte gilt: Sie sollten weiterhin unerwünschte Arzneimittelwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) melden. Dies gilt vor allem für schwerwiegende Reaktionen und solche, die bislang nicht in den Fach- und Gebrauchsinformationen aufgeführt sind.

Dabei ist die Schwelle einer Meldung bewusst niedrig gehalten, sodass die Vermutung eines Zusammenhangs ausreicht. Auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen können gemeldet werden. UAW-Meldungen sind bei der AkdÄ hier möglich.

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