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Praxisnachrichten

Hodgkin-Lymphome: PET/CT künftig auch zum initialen Staging

25.10.2018 - Eine Positronenemissionstomographie kann künftig auch im Rahmen des initialen Stagings eines Hodgkin-Lymphoms eingesetzt werden. Der Gemeinsame Bundesauschuss hat den Einsatzbereich für das bildgebende Verfahren erweitert.

Mit einer Positronenemissionstomographie (PET) in Verbindung mit einer Computertomographie (PET/CT) zum initialen Staging bei Hodgkin-Lymphomen soll eine möglichst exakte Stadieneinteilung erreicht werden, die entscheidend für den Erfolg einer Therapie ist. Dabei wird auch überprüft, ob das Knochenmark befallen ist, ohne eine invasive Knochenmarkpunktion durchzuführen.

Der Beurteilung des aktuellen Krankheitsstadiums bei Patienten mit Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium mittels PET/CT hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereits im Mai zugestimmt (die PraxisNachrichten berichteten). Gleichzeitig wurde das Verfahren zur Beurteilung von Lymphomerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in die Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung aufgenommen.

BMG prüft Beschluss

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) prüft derzeit den aktuellen G-BA-Beschluss. Wird er nicht beanstandet, tritt er einen Tag nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Im Anschluss daran hat der Bewertungsausschuss sechs Monate Zeit, eine Anpassung des EBM vorzunehmen. Eine Ergänzung der bestehenden Vereinbarung zur Qualitätssicherung ist zeitgleich vorgesehen (Vereinbarung nach Paragraf 135 Absatz 2 SGB V). Erst dann haben betroffene Patienten Anspruch auf die Untersuchung.

PET und PET/CT

Die Positronenemissionstomographie (PET) ist ein bildgebendes diagnostisches Verfahren der Nuklearmedizin, mit dem stoffwechselaktive Gewebe im Körper dargestellt werden können. Aufgrund ihrer beschleunigten Stoffwechselprozesse fallen hierunter auch bestimmte Tumoren.

Es besteht die Möglichkeit, PET-Aufnahmen mit anderen bildgebenden Verfahren abzugleichen oder mit der Computertomographie zu fusionieren (PET/CT), um die Lage der Befunde noch besser bestimmen zu können.

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