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Praxisnachrichten

Einigung bei elektronischer Patientenakte

Kriedel: "Endlich Klarheit bei der elektronischen Patientenakte"

25.10.2018 - Bei der elektronischen Patientenakte haben sich die beteiligten Akteure auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel erläutert gegenüber den PraxisNachrichten die Details zu Zeitplan und Zuständigkeiten.

„Uns ist ganz wichtig, dass wir als KBV die Vorgaben zu den medizinischen Inhalten machen“, sagte Kriedel. Dabei geht es beispielsweise darum, dass die Einheiten von Laborwerten standardisiert in der elektronischen Patientenakte (ePA) dargestellt werden. Nur so sei später ein nutzerfreundlicher und praktikabler Austausch der jeweiligen medizinischen Informationen möglich.

Nach einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatten sich KBV, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, GKV-Spitzenverband und gematik auf ein gemeinsames Vorgehen zur Einführung der elektronischen Patientenakte verständigt. Dafür seien teilweise aber noch gesetzliche Änderungen notwendig. „Wir erwarten von der Politik, dass sie diese auch schnellstmöglich umsetzt und wir die entsprechenden Kompetenzen erhalten“, sagte Kriedel.

Die ePA soll auf Wunsch des Patienten alle persönlichen Gesundheitsinformationen elektronisch bündeln. Konkrete Fristen für die Einführung gibt nun das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor: Bis 2021 soll die ePA für alle gesetzlich Versicherten zur Verfügung stehen, auch als mobile Anwendung.

So wird die ePA umgesetzt

Die gematik, die auch die Telematikinfrastruktur (TI) betreibt, hat den gesetzlichen Auftrag, bis Ende des Jahres die technischen Standards und Schnittstellen für die ePA zu definieren. Basis für den Betrieb und den Datenaustausch ist die TI.

Über die weitere technische Ausgestaltung herrschte jedoch lange Zeit Unklarheit. In dem jetzt unterzeichneten Letter of Intent sind dazu die jeweiligen Aufgaben und Zuständigkeiten festgehalten.

Die Krankenkassen sind laut der Vereinbarung für die grundsätzliche Struktur der ePA zuständig, die drei Bereiche umfasst. So soll die Akte je einen standardisierten Bereich für die Ablage von medizinischen Informationen sowie für die Ablage von Informationen der Krankenkassen erhalten. Der Patient soll eigene Daten in einem Versicherten-Bereich ablegen können – etwa Blutdruckwerte von Wearables.

Abgrenzung zur elektronischen Gesundheitsakte

Die ePA ist nicht gleichzusetzen mit den elektronischen Gesundheitsakten, die aktuell schon einige Krankenkassen ihren Versicherten auf freiwilliger Basis anbieten. Diese sollen nach derzeitigen Plänen entsprechend in den Krankenkassen-Bereich der ePA integriert werden.

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