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Praxisnachrichten

EBM-Änderungen für Sauerstofftherapie, Neuropädiatrie und FFR

20.12.2018 - Für die hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom, die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve und die neuropädiatrische Betreuung hat der Bewertungsausschuss Änderungen im EBM beschlossen. Diese gelten rückwirkend zum 1. Oktober beziehungsweise ab Januar 2019.

Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom

Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie können auch Dermatologen die Gebührenordnungsposition (GOP) 30214 (140 Punkte, 14,92 Euro) für die Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen abrechnen. Die Änderung gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2018.

Die Behandlungsmethode wurde zum 1. Oktober neu in den EBM aufgenommen. Patienten mit diabetischem Fußsyndrom können seitdem mit der hyperbaren Sauerstofftherapie ambulant behandelt werden.

Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve

Ebenfalls rückwirkend zum 1. Oktober 2018 hat der Bewertungsausschuss klargestellt, dass die Sachkostenpauschale 40301 für die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) bei belegärztlicher Durchführung nicht berechnungsfähig ist. Die Sachkosten sind vom Krankenhaus zu tragen, in dem der Belegarzt die Untersuchung durchführt.

Über die 40301 bekommen Ärzte die Kosten erstattet, die bei der FFR entstehen. Die FFR mit der GOP 34298 wurde zum 1. Oktober als neue Leistung in den EBM aufgenommen. Sie kann als Zuschlag zur Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie (GOP 34291) einmal im Behandlungsfall abgerechnet werden.

Neuropädiatrische Betreuung

Der Bewertungsausschuss hat ferner beschlossen, dass die Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung (GOP 04433, 299 Punkte, 31,86 Euro) ab 1. Januar auch für Patienten mit dem ICD-10-Kode G90.60 (Komplexes regionales Schmerzsyndrom der oberen Extremität, Typ II: Kausalgie) berechnungsfähig ist.

Hintergrund ist, dass das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information den ICD-10-Kode G56.4 (Mononeuropathien der oberen Extremität: Kausalgie) gestrichen hat. Der medizinische Inhalt des ICD-10-Kodes G56.4 wird über den neuen ICD-10-Kode G90.60 abgebildet.

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