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Praxisnachrichten

Bauchaorten- und Uro-Genital-Screening am selben Tag berechnungsfähig

20.12.2018 - Vertragsärzte dürfen ab Januar am selben Behandlungstag das Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen und eine Uro‐Genital‐Sonographie durchführen und abrechnen. Dadurch müssen Patienten nicht an zwei Tagen in die Praxis einbestellt werden.

Das Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen kann seit Anfang 2018 über den EBM abgerechnet werden (die PraxisNachrichten berichteten).

Die Abrechnung der kurativen Uro-Genital-Sonographie nach der Gebührenordnungsposition (GOP) 33043 am selben Behandlungstag neben der GOP 01748 für das Screening auf Bauchaortenaneurysmen ist derzeit ausgeschlossen.

Da Urologen zum Screening auf Bauchaortenaneurysmen zugelassen sind, hat der Bewertungsausschuss diesen Abrechnungsausschluss zum 1. Januar 2019 aufgehoben. Damit dürfen Ärzte das Screening auf Bauchaortenaneurysmen und die GOP 33043 für ein anschließendes Uro‐Genital‐Sonographie am selben Tag abrechnen.

Abschlag auf die Uro‐Genital‐Sonographie

Allerdings wird in einem solchen Fall auf die GOP 33043 für die Uro‐Genital‐Sonographie ein Abschlag in Höhe von 8 Punkten vorgenommen. Hintergrund ist, dass sich die Untersuchung nun direkt anschließen kann und Wechselzeiten entfallen. Die Leistung wird daher nur mit 79 Punkten bewertet (regulär 87 Punkte).

Das Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen wird extrabudgetär vergütet. Die GOP 01748 ist mit 148 Punkten bewertet (15,77 Euro; ab 2019: 16,01 Euro).

Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen

Gesetzlich krankenversicherte Männer im Alter ab 65 Jahren haben einmal im Leben Anspruch auf ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Näheres ist in der Richtlinie Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen des Gemeinsamen Bundesausschusses geregelt.

Für die Abrechnung wurden zwei Gebührenordnungspositionen (GOP) in den EBM eingeführt: die GOP 01747 für die ärztliche Aufklärung des Patienten (57 Punkte, 6,07 Euro) und die GOP 01748 für das Screening selbst (148 Punkte, 15,77 Euro). Die Vergütung erfolgt jeweils extrabudgetär.

Hausärzte, Urologen, Internisten mit und ohne Schwerpunkt, Chirurgen und Radiologen dürfen das Screening durchführen. Sie benötigen dafür eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nach der Ultraschallvereinbarung.

Ärzte der genannten Fachgruppen, die keine Genehmigung für die Bauchaorta-Sonographie haben, können das Aufklärungsgespräch durchführen. Es kann beispielsweise während des „Check-up 35“ erfolgen. In dem Fall werden die Gesundheitsuntersuchung (GOP 01732) und die Beratung (GOP 01747) separat abgerechnet.

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