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Gassen kritisiert "Ferne der Kassen zur Versorgung"

20.12.2018 - Die Kritik des GKV-Spitzenverbandes an den Praxisöffnungszeiten hat KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen scharf zurückgewiesen. Die Forderung, dass deutlich mehr Arztpraxen samstags und am frühen Abend geöffnet haben sollten, zeuge von „der Ferne der Krankenkassenfunktionäre zur Versorgung der Patienten“.

Die Niedergelassenen arbeiteten im Schnitt 52 Wochenstunden, leisteten häufig viel mehr Sprechstunden als sie müssten, betonte Gassen. Vereinbart seien mit dem GKV-Spitzenverband mindestens 20 Wochenstunden.

Kassen forderten, verweigerten aber adäquate Finanzierung

„Zu den Zeiten, in denen die Praxen geschlossen sind, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 zu erreichen“, hob der KBV-Chef hervor. Es sei also Unsinn, zu behaupten, zu wenige Samstagssprechstunden seien der Grund dafür, dass Menschen in die Notaufnahmen gingen.

Gassen erneuerte in diesem Zusammenhang seine Kritik, dass die Krankenkassen seit Jahren eine adäquate Finanzierung verweigerten. „Sie geben ein unendliches Leistungsversprechen ab, vergüten aber im Schnitt fast 15 Prozent der Leistungen nicht“, betonte der KBV-Chef und forderte: „ Wir müssen endlich den Weg der Entbudgetierung beschreiten und dabei mit den Grundleistungen anfangen.“

Kassenfunktionär: Mehr Samstagssprechstunden

Der Vize-Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, hatte in einem Interview mehr Sprechstunden am Samstag und am frühen Abend gefordert und moniert, dass der Großteil der Praxen Mittwoch- und Freitagnachmittag geschlossen seien. Deshalb würden immer mehr Menschen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser gehen.

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