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Praxisnachrichten

Gesetzliche Unfallversicherung: Anpassungen im Gebührenverzeichnis

17.01.2019 - Zum Jahreswechsel wurde das Gebührenverzeichnis für die Abrechnung mit der gesetzlichen Unfallversicherung angepasst. Unter anderem wurden Leistungsbeschreibungen präzisiert und die Vergütung für eine Nummer angehoben.

Für die Auskunft zur Behandlung (Formtext F 1100, Nr. 110) erhalten Ärzte mehr Geld. Sie wird seit dem 1. Januar 2019 mit 11,12 Euro vergütet (bisher: 8,94 Euro).

Die Änderungen im Leistungs- und Gebührenverzeichnis für ärztliche Leistungen in der gesetzlichen Unfallversicherung (UV-GOÄ) hat die Ständige Gebührenkommission beschlossen. Sie sind zu Jahresbeginn in Kraft getreten.

Details der Änderungen

Die Nummern 5 und 10 bildeten bisher die Vergütung der symptomzentrierten Untersuchung bei Unfallverletzungen oder bei Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit (Nr. 1) sowie die umfassende Untersuchung (Nr. 6) an Samstagen ab 12 Uhr ab. Da der zeitliche Bezug der Regelung veraltet ist, wurden beide Nummern gestrichen. Die Vergütung für Samstage (nunmehr ohne zeitliche Einschränkung), Sonntage und Feiertage ist in den Nummern 4 und 9 geregelt.

Bei der postoperativen Überwachung (Nr. 448, 448a, 449) eines Patienten ist eine Einschränkung weggefallen. Sie sah bislang vor, dass diese Leistungen nur im Zusammenhang mit einer zuschlagsberechtigten ambulanten Operation nach den Nummern 442 bis 445 und mit einer zuschlagsberechtigten Anästhesie nach den Nummern 446 bis 447 berechnet werden durften.

Weitere Klarstellungen

Die Leistungsbeschreibung der Versorgung einer großen und/oder stark verunreinigten Wunde (Nr. 2005) wurde neu gefasst, da es in der Vergangenheit Schwierigkeiten bei der Auslegung gegeben hatte. Daher hatten sich wiederholt Ärzte mit Beschwerden über Rechnungskürzungen an die Clearingstelle auf Bundesebene gewandt.

Präzisiert wurden auch die Nummern 4815 (Histologische Untersuchung und Begutachtung von Organbiopsien) und 4850 (Zytologische Untersuchung zur Phasenbestimmung des Zyklus).

Beim Nachsorgebericht Hautkrebs (Nr. 135a) wurde klargestellt, dass mit der Gebühr die Nummern 1 und 6 UV-GOÄ (Untersuchungsleistungen) abgegolten sind.

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