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Praxisnachrichten

Befragung zur Situation der MVZ gestartet - Gründer sind zumeist Vertragsärzte

17.01.2019 - Die wirtschaftliche Situation und die organisatorische Struktur der rund 2.800 Medizinischen Versorgungszentren will das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung mit einer zweiten Online-Befragung beleuchten. Alle Zentren sind bis zum 15. Februar zur Teilnahme aufgerufen.

Nach der ersten Befragung der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in 2017 soll es nunmehr eine jährliche Erhebung in Form des Zi-MVZ-Panel geben – vergleichbar mit dem bereits etablierten Zi-Praxis-Panel (ZiPP) für Arztpraxen. Mit dem ZiPP untersucht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) seit 2010 jährlich die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen.

Bei der aktuellen MVZ-Befragung stehen im Vergleich zu 2017 statt der einzelnen Fachgebiete die Organisationsstrukturen und die wirtschaftliche Lage der jeweils gesamten Einrichtung im Fokus. Auf dieser Grundlage sollen dann künftig Versorgungs- und Finanzdaten wiederum getrennt nach Fachgebieten erfragt werden, um eine Vergleichsbasis zur Einzelpraxis zu schaffen.

Teilnahme bis 15. Februar möglich

Alle Medizinischen Versorgungszentren werden derzeit angeschrieben. Auf der Internetseite zum Zi-MVZ-Panel finden die teilnehmenden Einrichtungen ab sofort übersichtliche Informationen zur Befragung und den Online-Fragebogen.

MVZ, die keine Post mit entsprechenden Zugangsdaten für den Fragebogen erhalten haben, können sich über die Internetseite des MVZ-Panels an das Zi wenden und bekommen dann die Daten zugeschickt.

Für ihre Teilnahme, die bis zum 15. Februar möglich ist, erhalten die MVZ eine Aufwandspauschale von 350 Euro. Profitieren können Teilnehmer auch von einem Feedbackbericht auf Basis der eingesendeten Daten.

Die Erhebung erfolgt wie beim ZiPP im Auftrag der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und wird unterstützt durch den Bundesverband Medizinische Versorgungszentren.

Bayern hat die meisten MVZ

Nach Erhebungen der KBV gab es zum 31. Dezember 2017 bundesweit insgesamt 2.821 MVZ, Ende 2016 waren es 2.490. Das bedeutet einen Zuwachs von 13,3 Prozent. Die bevorzugten Rechtsformen sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Die meisten MVZ wurden bislang in den KV-Regionen Bayern (547), Nordrhein (304), Niedersachsen (273) und Berlin (248) zugelassen. Der Anteil der MVZ-Ärzte an der vertragsärztlichen Versorgung ist mit 20,7 Prozent in Thüringen am größten – gefolgt von Hamburg (18 Prozent), Sachsen-Anhalt (16,4 Prozent) und Berlin (16,1 Prozent).

91 Prozent der MVZ-Ärzte sind angestellt

Mit 42,8 Prozent sind der überwiegende Teil der MVZ-Gründer Vertragsärzte, gefolgt von Krankenhäusern mit 40 Prozent Anteil. In den MVZ arbeiten 18.005 Ärzte. 91 Prozent sind als angestellte Ärzte und neun Prozent sind als Vertragsärzte tätig. Hausärzte, fachärztliche Internisten und Chirurgen sind die Fachgruppen, die in den MVZ am häufigsten vertreten sind.

Im Durchschnitt arbeiten in einem MVZ derzeit 6,4 Ärzte. Von den in MVZ angestellten Ärzten waren 62 Prozent im Jahr 2017 in Teilzeit beschäftigt.

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