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Ermächtigten Ärzten werden derzeit keine TI-Kosten erstattet

17.01.2019 - Für ermächtigte Ärzte und Einrichtungen ist eine Erstattung der Kosten für die Telematikinfrastruktur vorerst nicht möglich. Die KBV setzt sich für eine Übergangslösung ein.

Betroffen sind Ermächtigte, die mit ihrer Praxis oder Einrichtung bereits an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sind. Sie hatten bis Ende des Jahres die Gelder für die Erstausstattung und für die laufenden Betriebskosten über die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung (KV) erhalten. Dazu sah die Finanzierungsvereinbarung von KBV und Krankenkassen eine entsprechende Sonderregelung vor.

DKG hat keine Regelung für Ermächtigte mit VSDM-Konnektor

Nach Inkrafttreten der Finanzierungsvereinbarung, die die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit den Krankenkassen zur TI abgeschlossen hat, endete die Sonderregelung am 31. Dezember 2018. Denn die Finanzierungsvereinbarung der DKG gilt nicht nur für die Krankenhäuser, sondern auch für Klinikärzte und Einrichtungen, die zur ambulanten Versorgung ermächtigt sind.

Das Problem nunmehr ist, dass die Finanzierungsvereinbarung zwar die Ermächtigten einschließt, jedoch keine Regelung für ermächtige Ärzte und Einrichtungen enthält, die bereits jetzt mit einem Konnektor für das Versichertenstammdatenmanagement arbeiten und Anspruch auf die Erstattung von laufenden Kosten wie für die Wartung des Konnektors und den Praxisausweis haben.

Die DKG-Vereinbarung sieht die Übernahme der Kosten erst ab dem Moment vor, in dem ein derzeit noch nicht am Markt verfügbarer eHealth-Konnektor genutzt wird, der auch die Fachanwendungen Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan unterstützt.

KBV für Übergangsregelung

Aus Sicht der KBV muss die Lücke dringend geschlossen werden. Sie schlägt dazu vor, dass die betroffenen Ärzte und Einrichtungen zumindest bis Jahresende weiterhin die Kosten über die KVen erstattet bekommen. Dazu ist eine Vereinbarung zwischen DKG, GKV-Spitzenverband und KBV nötig.

Die KBV fordert ferner, dass eine solche Vereinbarung auch für Ermächtigte gelten muss, die noch im alten Jahr die TI-Technik bestellt haben und demnächst installiert bekommen. Damit wäre sichergestellt, dass sie zeitnah die Kosten für den TI-Anschluss erstattet bekommen.

MVZ sind nicht betroffen

Nicht betroffen von der nunmehr entstandenen Finanzierungslücke sind die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Da es sich bei MVZ nicht um ermächtigte Einrichtungen handelt, können sie ihre TI-Ausgaben auch weiterhin nach der Finanzierungsvereinbarung der KBV über die KVen abrechnen.

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