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Praxisnachrichten

Digital, aber sicher und sinnvoll

Ärzte offen für Digitalisierung, aber mit konkretem Nutzen

31.01.2019 - Die Ärzteschaft steht aus Sicht der KBV der Digitalisierung grundsätzlich positiv gegenüber, erwartet davon aber einen konkreten Nutzen. Dazu zählten insbesondere effektivere Arbeitsabläufe im Praxisalltag und ein einfacherer Datenaustausch zwischen Kollegen, sagte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

„Komplizierte Apps, die eher unklare Datenbefunde weiterleiten“, führten nicht zu Verbesserungen in vollen Arztpraxen, betonte Kriedel in einem KV-on-Interview. Es gehe um das „notwendige Maß der Umsetzung der Digitalisierung“.

Standardisiert und interoperabel

Grundvoraussetzungen für reibungslos funktionierende digitale Prozesse sind Kriedel zufolge interoperable und manipulationssichere Systeme. Dafür müssten die sogenannten medizinischen Informationsobjekte wie Befunde standardisiert und alle genutzten Systeme interoperabel sein. Die KBV stehe bereit, hierfür die Verantwortung zu übernehmen, betonte Kriedel am Dienstag auf einer Pressekonferenz, auf der die DAK Gesundheit ihren aktuellen Digitalisierungsreport 2019 vorstellte.

DAK-Report befragt Ärzte nach eGA

Der Report kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Ärzte sich von Digitalisierung konkreten Nutzen wie Erleichterung bei der Diagnose-Stellung und schlankere Arbeitsabläufe erhoffen.

Im Fokus der Studie standen die Möglichkeiten der elektronischen Gesundheitsakte (eGA). 71 Prozent der rund 2.320 befragten Ärzte bewerten den digitalen Check von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten mithilfe der eGA als positiv.

Mit der Gesundheitsakte bei anderen Ärzten Befunde ihrer Patienten anzufordern, sieht jeder zweite Mediziner als Vorteil für den eigenen Befund und gut ein Drittel erhofft sich Zeitersparnis.

Digitalisierung in Arztpraxen vorangeschritten

Das PraxisBarometer Digitalisierung, welches die KBV Ende vorigen Jahres vorstellte, hatte gezeigt, dass die Digitalisierung in den Arztpraxen bereits vorangeschritten ist. Für das von der KBV in Auftrag gegebene PraxisBarometer wurden rund 1.750 Ärzte und Psychotherapeuten befragt.

Auch diese Studie ergab, dass sich die Ärzte durch die Digitalisierung Erleichterung und Zeitgewinn erhoffen, unter anderem in der schriftlichen Kommunikation mit Kollegen. Bislang geschieht das zwischen den Niedergelassenen zu 86 Prozent in Papierform und mit Krankenhäusern sogar zu 94 Prozent.

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