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Praxisnachrichten

Reform der Psychotherapeutenausbildung - KBV veröffentlicht Stellungnahme

31.01.2019 - Der vom Gesetzgeber geplanten Reform der Psychotherapeutenausbildung und damit verbundenen Weiterentwicklung des Heilberufs der Psychotherapeuten steht die KBV grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings gibt es aus Sicht der KBV auch einige Kritikpunkte.

Der vorliegende Referentenentwurf greife „in hohem Maße die Erfahrungen und Wünsche der Fachgruppe der Psychotherapeuten auf“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der KBV. Allerdings könne der Entwurf noch nicht abschließend bewertet werden, „da wichtige Informationen, wie sie sich aus der Approbationsordnung für Psychotherapeuten ergeben, noch nicht vorliegen“.

Positiv ist aus Sicht der KBV insbesondere die Verankerung der Heilberufsausbildung in der Wissenschaftlichkeit und Evidenz geprüfter psychotherapeutischer Therapieformen. Ebenso begrüßt wird die Überführung bisheriger Ausbildungs- in Weiterbildungsinstitute.

Kritik an Verordnung von Psychopharmaka

Kritik übt die Interessenvertretung der Vertragsärzte und -psychotherapeuten in ihrer Stellungnahme an Modellversuchsstudiengängen zur Verordnung von Psychopharmaka im Rahmen der psychotherapeutischen Tätigkeit.

Auch fehlen aus Sicht der KBV Maßnahmen einer bundesweit wirksamen Kapazitätssteuerung der Ausbildungsplätze. Für die vom Gesetzgeber vorgesehenen 2.500 Studienplätze pro Jahr gebe es keine Untersuchungen, die diesen Bedarf belegten.

Gesetzgeber plant Direktstudium

Mit der Novelle des Psychotherapeutengesetzes will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Beruf der Psychotherapeuten auf eine neue Grundlage stellen und die Ausbildung attraktiver und bundesweit einheitlich gestalten. Ein Direktstudium, welches sich in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium gliedert, soll künftig nach einer staatlichen Prüfung zur Approbation führen. Damit könnten Psychotherapeuten in Weiterbildung dann als Angestellte vergütet werden – ähnlich wie bei den Ärzten.

Dem Gesetz muss der Bundesrat zustimmen. Voraussichtlich soll es in der zweiten Hälfte dieses Jahres verabschiedet werden.

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