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Praxisnachrichten

Drug Safety Mail - Schnellinfo zu Arzneimittelrisiken für Ärzte

28.02.2019 - Ärzte benötigen schnelle und kompakte Informationen über praxisrelevante Sicherheitsprobleme von Arzneimitteln. Mit den von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft regelmäßig veröffentlichten Drug Safety Mails sind Mediziner immer auf dem neuesten Stand.

Die Drug Safety Mails funktionieren wie ein flexibles Warnsystem. Sie informieren zeitnah über Rote-Hand-Briefe sowie andere aktuelle Erkenntnisse zur Arzneimittelsicherheit einschließlich Rückrufen von Arzneimitteln, wenn diese für den praktisch tätigen Arzt relevant sind. Dazu beobachtet die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Medien zur Arzneimittelsicherheit, filtert wichtige Informationen heraus und bringt sie in eine Form, die für den Drug Safety Newsletter geeignet ist. Ärzte können diesen kostenfrei abonnieren.

Rasche Infos auch bei Rückrufen

Das Feedback auf den Newsletter ist der AkdÄ zufolge sehr gut. Derzeit gäbe es etwa 18.000 Abonnenten. Sie bekämen die neuesten Informationen in kompakter Form automatisch auf ihren Computer in die Praxis. Als beispielsweise im vorigen Jahr Blutdrucksenker mit dem Wirkstoff Valsartan zurückgerufen wurden, habe die AkdÄ sofort entsprechend informiert.

Mit dem Ziel, Ärzten einen komprimierten und schnellen Service zur Arzneimittelsicherheit zu bieten, ist das Format der Drug Safety Mails vor zehn Jahren entstanden. Meldungen werden nur versandt, wenn es einen aktuellen Anlass gibt – im Schnitt einmal in der Woche.

In den Drug Safety Mails werden jeweils die wichtigsten Informationen zu einer Sicherheitsfrage kurz zusammengefasst und meist mit einem Link zur Originalquelle versehen. Dies können beispielsweise Rote-Hand-Briefe sein oder Publikationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, des Paul-Ehrlich-Instituts oder anderer Arzneimittelbehörden wie der Europäischen Arzneimittel-Agentur.

Rote-Hand-Briefe wichtige Grundlage

Eine wichtige Grundlage für den Newsletter bilden die Rote-Hand-Briefe. Damit informieren pharmazeutische Unternehmen die Angehörigen der Heilberufe über neu erkannte Arzneimittelrisiken, die eine unmittelbare Änderung der Verschreibungspraxis notwendig machen. Die Kennzeichnung mit dem Symbol der „roten Hand“ geht auf eine Initiative des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie zurück und wurde 1969 eingeführt. Die Briefe werden in der Regel mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Durch die Drug Safety Mails erreichen die Rote-Hand-Briefe einen breiteren, fachübergreifenden Medizinerkreis. Dagegen erfolgt die eigentliche Versendung der Briefe per Post zumeist nur an bestimmte Facharztgruppen.

Kostenfrei abonnieren

Ärzte können sich hier für die Drug Safety Mails anmelden und erhalten die neuesten Informationen zu Arzneimitteln kostenfrei und automatisch per E-Mail.

Überwachung von Arzneimitteln

Die Überwachung von Arzneimitteln ist im Arzneimittelgesetz geregelt. Darin sind unter anderem die Meldewege sowie Maßnahmen zur Risikoabwehr festgelegt. Zudem geht es um die Sammlung und Auswertung von Arzneimittelrisiken. Die zuständigen Bundesoberbehörden – das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Paul-Ehrlich-Institut – wirken entsprechend der Verwaltungsvorschrift insbesondere mit den Arzneimittelkommissionen der Kammern der Heilberufe zusammen.

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