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Praxisnachrichten

Exzellenzprojekte der ambulanten Versorgung ausgezeichnet

14.03.2019 - Herausragende Beispiele ambulanter Versorgung sind am Mittwoch mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2019“ in Berlin prämiert worden. Insgesamt hatten sich 16 regionale Projekte um die vier Innovationspreise in den Kategorien Versorgung digital, Versorgung vernetzt, Nachwuchsförderung und Versorgung mit Sicherheit beworben.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hatte zu diesem Veranstaltungsformat bereits zum zweiten Mal eingeladen. Über die Vergabe der vier Auszeichnungen hatten die rund 300 Gäste aus Politik, Ärzteschaft und Forschung per Liveabstimmung unmittelbar nach den jeweils dreiminütigen Projekt-Statements entschieden.

Gassen: Vor Ort gibt es die besten Lösungen

Die Veranstaltung habe gezeigt, wie facetten- und ideenreich die ambulante Versorgung in Deutschland ist und mit welch hoher Kreativität und Engagement sich die Vertragsärzte ihren Patienten widmeten, betonte Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. Das KV-System garantiere eine qualitätsgesicherte und wohnortnahe Versorgung durch Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten. Das bedeute, dass vor Ort die besten Lösungen gefunden werden.

Mit Blick auf das am heutigen Donnerstag vom Bundestag verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz sagte der KBV-Chef: „Mit der nötigen Beinfreiheit für die Selbstverwaltung werden wir die Neuausrichtung von Terminservicestellen und Bereitschaftsdienst unter der 116117 sinnvoll für die Versorgung organisieren können.“ Dabei werde es um eine „Mischung aus notwendigen Vorgaben der Bundesebene und regionalen Kompetenzen“ gehen.

Alle diesjährigen Projekte sowie ein Rückblick auf die Konferenz „Ausgezeichnete Gesundheit 2018“ sind unter www.ausgezeichnete-gesundheit.de zu finden.

Die diesjährigen Preisträger in den vier Rubriken:

Der erste Preis in der Rubrik „Versorgung digital“ ging an das Telemedizinprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (www.docdirekt.de). Per Telefon oder Videotelefonie bekommen Patienten medizinische Beratung von niedergelassenen Ärzten.

Das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, ein Zusammenschluss von niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und Kliniken, hat die Auszeichnung in der Sparte „Versorgung vernetzt“ für eine Initiative zur modernen, intersektoralen Wundversorgung erhalten (www.pnhl.de/fuer-patienten/wundversorgung-im-pnhl). Durch die Einbindung von sechs netzeigenen Wundmanagerinnen werden Versorgungsschnittstellen zwischen den behandelnden Haus- und Fachärzten, den Kliniken und dem zuständigen Pflegepersonal in den Einrichtungen bedient.

Platz eins bei der „Nachwuchsförderung“ ging an das „Medizinische Stipendium Osterburg“ in der sachsen-anhaltinischen Altmark. Junge Mediziner sollen für die Übernahme einer Praxis in Osterburg gewonnen werden. Dies soll unter anderem mit kostenlosem Wohnraum für Studenten, aktivem Standortmarketing und der Förderung von Telemedizin und Mobilität gelingen. Kernstück ist ein Stipendium an Medizinstudierende, verbunden mit der Verpflichtung auf den Standort Osterburg.

In der Rubrik „Versorgung mit Sicherheit“ ging die mobile Arztpraxis Medibus der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen als Sieger hervor (www.kvhessen.de/medibus). Ausgestattet mit Warte- und Arztzimmer sowie einem Labor steuert der Medibus mehrmals wöchentlich sechs Gemeinden in Nordhessen an, um Patienten hausärztlich zu versorgen.

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