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Praxisnachrichten

Impfung gegen Gürtelrose wird Kassenleistung

14.03.2019 - Die Impfung gegen Gürtelrose wird künftig für alle Versicherten ab einem Alter von 60 Jahren eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat beschlossen, die Schutzimpfungs-Richtlinie an die entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission anzupassen.

Die Impfempfehlung wurde ausgesprochen, weil ab dem Alter von 60 das Risiko für schwere Krankheitsverläufe des Herpes zoster und das Auftreten einer postherpetischen Neuralgie zunimmt.

Impfung bei gefährdeten Personen bereits ab 50

Personen, die durch eine Grunderkrankung besonders gefährdet sind, haben bereits ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf die Impfung. Zu diesen Erkrankungen gehören unter anderem rheumatoide Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, chronische Nierensuffizienz sowie Diabetes mellitus.

Die Impfung erfolgt mit dem seit Mitte vergangenen Jahres zur Verfügung stehenden adjuvantierten subunit-Totimpfstoff.

Auf die Impfung mit einem Herpes zoster-Lebendimpfstoff, der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht empfohlen wird, besteht hingegen kein Leistungsanspruch.

BMG prüft den Beschluss

Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie wird dem Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Voraussetzung für die Aufnahme einer Schutzimpfung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine Empfehlung der beim Robert Koch-Institut (RKI) ansässigen Ständigen Impfkommission.

Nach Untersuchungen des RKI erkranken in Deutschland jährlich deutlich mehr als 300.000 Personen an Herpes zoster. Etwa fünf Prozent von ihnen entwickeln als Komplikation die auch Wochen nach Abheilen der Krankheit immer noch bestehenden Nervenschmerzen.

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