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Praxisnachrichten

Genehmigungsverfahren für nuklearmedizinische Untersuchungen vereinfacht

21.03.2019 - Nuklearmediziner können ab April leichter eine Genehmigung für nuklearmedizinische Untersuchungsleistungen erhalten. Das Genehmigungsverfahren wird wesentlich vereinfacht, ohne dass die hohe Qualität in diesem Bereich sinkt.

KBV und GKV-Spitzenverband regeln in der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und therapie auch die apparativen Anforderungen an die Geräte. Viele Angaben reichen bis ins Jahr 1993 zurück und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Medizintechnik.

Weniger Aufwand für Ärzte

Um den Aufwand für die Ärzte zu reduzieren, wurde bei der Anpassung auf Vereinfachung gesetzt: So wird auf redundante Regelungen und spezielle Vorgaben für den vertragsärztlichen Bereich verzichtet. Grundlage für eine Genehmigung sind künftig vielmehr die bestehenden gesetzlichen Vorgaben. Damit reduziert sich der Aufwand für die Ärzte deutlich, die hohe Qualität in diesem Bereich bleibt dennoch erhalten.

In einem ersten Schritt wurde bereits 2017 das Genehmigungsverfahren für radiologische und computertomografische Leistungen vereinfacht (die Praxisnachrichten berichteten). In einem zweiten Schritt folgt nun der Bereich Nuklearmedizin; für den dritten Bereich Strahlentherapie laufen die Beratungen zwischen KBV und Krankenkassen.

So erhalten Ärzte ab April eine Genehmigung

Ärzte, die ab 1. April eine Genehmigung zur Durchführung nuklearmedizinischer Untersuchungen bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beantragen, legen mit ihrem Antrag die behördliche Genehmigung für das Gerät, den Bericht der Abnahmeprüfung durch den Hersteller und den Nachweis über die erfolgreiche Prüfung des Gerätes durch die ärztliche Stelle vor.

Aus diesen Unterlagen erhält die KV alle für die Genehmigungserteilung notwendigen Informationen. Weitere Nachweise oder Gewährleistungserklärungen der Hersteller oder Vertreiber des entsprechenden Gerätes sind nicht mehr erforderlich.

Verweis auf das aktuell geltende Strahlenschutzrecht

Künftig ist durch den Verweis auf das Strahlenschutzrecht die Aktualität der apparativen Anforderungen gesichert. Redundante Regelungen werden dadurch ebenso vermieden wie spezielle, nur für den vertragsärztlichen Bereich geltende Vorgaben.

Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -Therapie

Zur Durchführung von Untersuchungen in der diagnostischen Radiologie, Nuklearmedizin und von Strahlentherapie hat die KBV mit dem GKV-Spitzenverband eine Qualitätssicherungsvereinbarung abgeschlossen – die Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie.

Sie umfasst drei Bereiche: die allgemeine Röntgendiagnostik (inklusive Knochendichtemessung) und Computertomografie; außerdem die Nuklearmedizin und überdies die Strahlentherapie. Für letztere laufen derzeit Beratungen zur Aktualisierung der Vereinbarung.

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