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Praxisnachrichten

Aufnahme von Liraglutid im DMP Diabetes Typ 2 in Kraft getreten

11.04.2019 - Im bestehenden Disease-Management-Programm Diabetes Typ 2 ist eine Änderung beschlossen worden. Es wurden Empfehlungen für herzkranke Diabetes-Patienten zur Therapie mit dem GLP-1-Rezeptoragonisten Liraglutid aufgenommen.

Bislang wurde im Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes Typ 2 die gesamte Wirkstoffgruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten als „Antidiabetika ohne gesicherte günstige Beeinflussung klinischer Endpunkte“ deklariert.

Eine groß angelegte Studie hat jedoch eine positive Beeinflussung von Liraglutid hinsichtlich kardiovaskulärer Endpunkte nachgewiesen. Daraufhin wurde im vergangenen Jahr die Arzneimittel-Richtlinie geändert und der GLP-1-Rezeptoragonist Liraglutid als zweckmäßige Vergleichstherapie für Diabetes mellitus Typ 2 definiert. Das wiederum machte Änderungen in der DMP-Anforderungen-Richtlinie zur Wirkstoffauswahl und Therapieeskalation bei Diabetes Typ 2 erforderlich.

Demnach können nun Patienten mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung, die Medikamente zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren erhalten, von Liraglutid in Kombination mit mindestens einem weiteren oralen Antidiabetikum und/oder mit Insulin profitieren.

Keine Änderungen in der DMP-Dokumentation

Für die Vertragsärzte resultieren hieraus keine zusätzlichen bürokratischen Aufwände. Die DMP-Dokumentation ist durch die Änderung nicht betroffen. Die Änderung der Anlage 2 der DMP-Anforderungen-Richtlinie ist am 23. März 2019 in Kraft getreten.

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