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Praxisnachrichten

Ärzte bilden sich regelmäßig fort - Nachweisfrist endet für viele am 30. Juni

11.04.2019 - Viele Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten müssen bis Ende Juni ihre Fortbildungsnachweise einreichen. Dann endet für sie zum dritten Mal die gesetzlich definierte Fünf-Jahresfrist. Diese war zum 1. Juli 2004 eingeführt worden.

Seither sind alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet, alle fünf Jahre die erfolgreiche Absolvierung von Fortbildungen nachzuweisen. Dies kann etwa in Form von Präsenzseminaren oder Online-Fortbildungen geschehen.

Fortbildungsquote von über 98 Prozent

Im vergangenen Jahr waren 13.648 Ärzte und Psychotherapeuten aufgefordert, die Erfüllung ihrer Fortbildungspflicht nachzuweisen. 98,16 Prozent sind dem nachgekommen und haben belegt, dass sie sich regelmäßig fortbilden. Nur 251 Ärzte und Psychotherapeuten konnten dies nicht. Die Ursache waren dabei häufig nicht fachliche, sondern private Gründe wie familienbedingte Belastungen.

Nur zertifizierte Fortbildungen

Die Fortbildungen müssen zertifiziert sein und werden anhand eines Punktesystems gewertet. Alle fünf Jahre müssen die Vertragsärzte und -psychotherapeuten mindestens 250 Fortbildungspunkte gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung vorweisen. Tun sie dies nicht, greifen gesetzlich festgelegte Sanktionen, die von Honorarkürzungen bis zum Entzug der Zulassung gehen können.

Wenige Zulassungsentziehungen

Seit Einführung der Nachweispflicht in das Sozialgesetzbuch 2004 wurde etwa 150 Ärzten beziehungsweise Psychotherapeuten die Zulassung oder – sofern es sich um Krankenhausärzte handelte – die Ermächtigung zur ambulanten Behandlung gesetzlich Versicherter entzogen, weil sie ihrer Fortbildungspflicht auch nach einer Nachholfrist nicht entsprochen haben.

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