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Praxisnachrichten

Leitlinie zur chronischen koronaren Herzkrankheit überarbeitet

18.04.2019 - Die Nationale VersorgungsLeitlinie zur chronischen koronaren Herzkrankheit mit Empfehlungen für Diagnostik und Therapie ist überarbeitet worden. Sie ist nunmehr kostenfrei auf den Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin verfügbar.

Die multidisziplinär zusammengesetzte Leitliniengruppe mit Vertretern aus 16 Fachgesellschaften und Organisationen hat neue Erkenntnisse aus Forschung und Versorgung geprüft, diskutiert und konsentiert. Bearbeitet wurden die Themen Therapieplanung, nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapie sowie Rehabilitation und Versorgungskoordination.

ASS und Statine Mittel erster Wahl

Körperliche Aktivität und der Verzicht auf Tabakkonsum sind die wichtigsten nicht-medikamentösen Maßnahmen bei der Behandlung von Patienten mit einer chronischen koronaren Herzkrankheit (KHK). Zu diesen und weiteren Themen bietet die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) spezielle Entscheidungshilfen in Form von Patientenblättern an, die Ärzte im Gespräch nutzen können.

ASS und Statine sind Mittel der ersten Wahl bei der medikamentösen Behandlung. Statine sind die einzigen lipidsenkenden Medikamente, für die bei Patienten mit KHK eine Reduktion der Mortalität nachgewiesen ist. Zudem liegt eine langjährige Erfahrung zu Statinen vor. Zu Ezetemib und PCSK9-Hemmern äußert sich die NVL zurückhaltend. Sie können für ausgewählte Patientengruppen eine Option darstellen.

Hausarzt und Kardiologe

Die Langzeitbetreuung von Patienten mit einer chronischen KHK und die Koordination diagnostischer, therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen erfolgt beim Hausarzt. Bei Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko legen Hausarzt und Kardiologe gemeinsam individuell angepasste Abstände für die Verlaufskontrolle fest.

Kostenfrei abrufbar

Die Leitlinie und die Patientenblätter können auf der Internetseite des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) abgerufen und je nach Bedarf ausgedruckt werden.

Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, KBV und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt.

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