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Großteil der Praxen hat TI-Ausstattung bestellt

KBV: Mehrzahl der Praxen wird Ende Juni an TI angeschlossen sein

18.04.2019 - Der Großteil der Praxen wird nach Einschätzung der KBV Ende Juni an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein. Die meisten Ärzte und Psychotherapeuten hätten die neue Technik bereits installiert beziehungsweise bestellt, sagte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel in einem KV-on-Interview.

„Wir gehen deshalb davon aus, dass der Termin 30. Juni von der Großzahl der Arztpraxen erreicht werden kann und damit ab dem 1. Juli auch die Telematikinfrastruktur (TI) flächendeckend ausgerollt ist.“ Kriedel bezog sich bei seiner Einschätzung auf erste Rückmeldungen aus den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Er räumte allerdings ein, dass es bislang noch nicht möglich sei, die Zahl der Bestellungen genau zu beziffern. Die KVen seien verpflichtet, sich Nachweise vorlegen zu lassen, würden das aber unterschiedlich handhaben, „teilweise mit der Abrechnung, teilweise direkt und teilweise hat der Arzt ja auch bis Ende des Quartals Zeit, bis er seiner KV die Meldung darüber macht“.

Verlässliche Zahlen Anfang des dritten Quartals

Die ersten verlässlichen Zahlen wird es deshalb aus Sicht Kriedels voraussichtlich Anfang des dritten Quartals geben. Denn bis Ende Juni hätten die Ärzte Zeit beziehungsweise habe sich die Industrie verpflichtet, die Praxen bis dahin an die TI anzuschließen.

Erst mit der Installation könne jeder Arzt und Psychotherapeut das gesetzlich vorgeschriebene Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen. „Und dann wissen wir verlässlich, wie viele Arztpraxen an die TI angeschlossen sind."

Kriedel appellierte: „Bestellen Sie!“

An jene, die der TI immer noch skeptisch gegenüber stehen, appellierte Kriedel: „Auch wenn Sie skeptisch sind, bestellen Sie!“ Denn die TI sei die Voraussetzung dafür, „dass wir die Digitalisierung sicher und flächendeckend im deutschen Gesundheitswesen umsetzen können“.

Am Anfang stehe zwar nur das VSDM, eine Anwendung von der Arzt und Versicherter wenig hätten – zumindest keine bessere Versorgungsqualität. Aber die nächsten medizinischen Anwendungen seien „ in der Pipeline“ – so das elektronische Rezept, der elektronische Medikationsplan, der Notfalldatensatz und viele andere Anwendungen mehr.

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