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Praxisnachrichten

Vergütung für Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln festgelegt

27.06.2019 - Für die operative Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln ist jetzt die Vergütung festgelegt worden. Damit können Vertragsärzte diese Leistung ab 1. Juli 2019 abrechnen. Einen entsprechenden Beschluss zur Änderung des EBM hat der Bewertungsausschuss gefasst.

Vertragsärzte können eine Tonsillotomie bei Hyperplasie der Tonsillen nunmehr im Rahmen des Kollektivvertrags durchführen und abrechnen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte im vergangenen Jahr die Behandlungsmethode in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen.

Tonsillotomie in Anhang 2 des EBM aufgenommen

Mit dem Beschluss des Bewertungsausschusses wird der Eingriff gemäß Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS)-Kode 5-281.5 „Tonsillektomie (ohne Adenotomie): Partiell, transoral“ in den Anhang 2 zum EBM aufgenommen. Zugleich wird dieser OPS-Kode aus dem Verzeichnis nicht oder nicht mehr berechnungsfähiger Leistungen (Anhang 4 zum EBM) gestrichen.

Die Tonsillotomie kann nunmehr über die Gebührenordnungsposition 31232 (1593 Punkte/ 172,40 Euro) bzw. 36232 (877 Punkte/ 94,91 Euro) als ambulanter beziehungsweise belegärztlicher Eingriff abgerechnet werden.

Aufgrund der vom G-BA festgelegten ausreichend langen Überwachung im Anschluss an eine Tonsillotomie erfolgt die Abbildung mit der Gebührenordnungsposition 31504 (743 Punkte / 80,42 Euro) beziehungsweise 36504 (87 Punkte/ 9,47 Euro) entsprechend eines Eingriffes der Kategorie N3.

Eingriffe dürfen nur HNO-Ärzte vornehmen

Die Details hatte der G-BA in der Nummer 28 der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ zur Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung festgelegt.

So kann die operative Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln bei Patienten ab dem vollendeten ersten Lebensjahr durchgeführt werden, bei denen die Hyperplasie eine symptomatische, klinisch relevante Beeinträchtigung darstellt und eine konservative Behandlung nicht ausreicht.

Nur Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde dürfen den Eingriff vornehmen.

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