Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Behandlung mit Fingolimod wird vergütet

04.07.2019 - Die Beobachtung und Betreuung von Patienten mit multipler Sklerose bei der Gabe des Medikaments Fingolimod wird seit dem 1. Juli vergütet. Der Bewertungsausschuss hat dafür eine neue Leistung in den EBM aufgenommen.

Neurologen, die Patienten mit multipler Sklerose Fingolimod (Handelsnahme: Gilenya) verabreichen, erhalten für die aufwändige Begleitung 151,95 Euro (1404 Punkte) – zunächst extrabudgetär. Die Abrechnung erfolgt mit der neuen Gebührenordnungsposition (GOP) 01516.

Erstgabe und Wiederaufnahme der Therapie

Die GOP 01516 kann bei der Erstgabe sowie bei der Umstellung der Tagesdosis von 0,25 auf 0,5 Milligramm berechnet werden. Eine Abrechnung ist auch möglich, wenn die Therapie unterbrochen wird – in den ersten zwei Behandlungswochen einen Tag oder mehrere Tage, in der dritten und vierten Woche mehr als sieben Tage oder nach dem ersten Behandlungsmonat mehr als zwei Wochen.

Überwachung mit EKG und Blutdruckmessung

Bei der Einnahme von Fingolimod sind engmaschige Kontrolluntersuchungen vorgeschrieben. So müssen die Patienten vor der ersten Medikamentengabe und sechs Stunden nach der ersten Dosis mit einem EKG überwacht werden. Zudem erfolgen stündliche Messungen von Puls und Blutdruck, um eventuelle Symptome einer Bradykardie frühzeitig zu erkennen.

 

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten