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Praxisnachrichten

Einheitliche Heilmittelpreise seit 1. Juli - Übersicht für Ärzte

04.07.2019 - Seit 1. Juli gelten bundesweit einheitliche Preise für alle Heilmittel. Die KBV bietet Ärzten eine Übersicht der verordnungsfähigen Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie mit dem jeweiligen Preis pro Einzeltherapie an.

Bisher galten in jedem Bundesland und für jede Kassenart unterschiedliche Preise für Physiotherapie, Ergotherapie oder Podologie. Dass die Preise bundesweit einheitlich sein müssen, geht auf das Terminservice- und Versorgungsgesetz zurück.

Darin wurden der GKV-Spitzenverband und die Heilmittelverbände verpflichtet, bis Ende Juni den bisher höchsten Preis für alle Regionen und Kassenarten zu vereinbaren. Seit 1. Juli erhalten deshalb alle Physiotherapeuten beispielsweise für eine Krankengymnastik als Einzeltherapie 21,11 Euro.

Übersicht der Preise – Hinweis Gruppentherapie

Die KBV hat eine Übersicht der einheitlichen Heilmittelpreise erstellt. Auf drei Seiten sind darin alle ärztlich verordnungsfähigen Leistungen nach der Heilmittel-Richtlinie mit dem jeweiligen Preis für eine Einzeltherapie dargestellt.

Auch für Gruppentherapien gelten seit Anfang Juli bundesweit einheitliche Preise. Diese Positionen sind in der Übersicht nicht aufgeführt, da sich der Preis hier nach der Gruppe („große Gruppe“ / „kleine Gruppe“) und der konkreten Teilnehmerzahl einer solchen Gruppe richtet und Vertragsärzten zum Zeitpunkt der Verordnung keine Information über die spätere Gruppenstärke vorliegt.

Die vollständigen Preislisten je Heilmittelbereich – mit allen Positionen, die Heilmitteltherapeuten für Einzel- und Gruppentherapien abrechnen können – sind beim GKV-Spitzenverband online abrufbar (siehe „Mehr zum Thema“).

Die Hersteller von Praxisverwaltungssystemen wurden über die Vereinbarung bundesweit einheitlicher Heilmittel-Preislisten informiert.

 

Einheitliche Heilmittelpreise: gesetzlicher Hintergrund

Die landes- und kassenspezifischen Preisvereinbarungen für Heilmittel werden jetzt auf Bundesebene vereinbart. Dabei gilt laut Gesetz ab 1. Juli 2019 für jedes Bundesland und jede Kassenart der jeweils höchste Preis, der für die jeweilige Leistungsposition in einer Region des Bundesgebietes vereinbart worden ist (§ 125b Absatz 2 Satz 1 SGB V). Pro Heilmittelbereich ist damit nur noch eine bundesweite Preisliste gültig. Ziel ist eine Gleichbehandlung der Heilmittelerbringer. Die jetzt festgesetzten Bundespreise gelten mindestens bis zum 30. Juni 2020. Die Preise der Leistungspositionen können erst mit Wirkung zum 1. Juli 2020 neu vereinbart werden.

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