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Vorsorgeprogramm "Hallo Baby" jetzt bundesweit

11.07.2019 - Mit dem Vorsorgeprogramm für schwangere Frauen „Hallo Baby“ sollen Frühgeburten und infektionsbedingte Geburtskomplikationen vermieden werden. Nunmehr ist das Programm bundesweit etabliert worden: 60 Betriebskrankenkassen bieten ihren rund 6,5 Millionen Versicherten seit 1. Juli die darin enthaltenen zusätzlichen Untersuchungen an.

Das Programm wurde gemeinsam mit dem Berufsverband der Frauenärzte, dem Berufsverband Deutscher Laborärzte sowie der AG Vertragskoordinierung der KBV entwickelt. 

Antrag bei der KV stellen

Gynäkologen, die an dem Programm „Hallo Baby“ teilnehmen wollen, beantragen das bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Sie erhalten dann eine Teilnahmeberechtigung und können somit ihren Patientinnen der beteiligten Betriebskrankenkassen die im Programm vorgesehenen zusätzlichen Untersuchungen anbieten und entsprechend abrechnen. Die Schwangeren schreiben sich dazu in das Programm ein.

Toxoplasmose und Bakterien

Zu den zusätzlichen Untersuchungen gehört direkt nach Schwangerschaftsfeststellung ein Toxoplasmose-Suchtest. Ein Test auf bakterielle Scheidenbesiedelung erfolgt in der Zeit von der 13. bis zur 20. Schwangerschaftswoche. Außerdem sieht das Programm einen anogenitalen Abstrichtest auf Streptokokken-B Bakterien zwischen der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche vor.

National und international sind den Angaben zufolge steigende Frühgeburtenraten zu verzeichnen. Ein Großteil der Frühgeburten ist durch rechtzeitige Intervention vermeidbar. Das frühzeitige Erkennen und die Reduktion der Risikofaktoren zählen zu den wichtigsten Zielen des Vorsorgeprogramms „Hallo Baby“.

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