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Praxisnachrichten

Qualitätszirkel-Modul "Sepsis früh erkennen" veröffentlicht

18.07.2019 - Das neue Qualitätszirkel-Modul zum Thema Sepsis soll den Blick der Ärzte für Risikopatienten und die verschiedenen Symptome dieser lebensbedrohlichen Krankheit schärfen. Es wurde von der KBV gemeinsam mit Fachleuten für die Arbeit in Qualitätszirkeln entwickelt und steht jetzt online bereit.

Das Modul „Sepsis früh erkennen“ richtet sich vor allem an die Moderatoren von Qualitätszirkeln. Neben praktischen Hinweisen zur Vorbereitung und Durchführung der Zirkel finden sie darin Informationen zum Krankheitsbild sowie mehrere Fallbeispiele aus den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Hals-Nasen-Ohren und Urologie, die die Zirkelteilnehmer diskutieren und um eigene Fallbeispiele ergänzen können.

Darüber hinaus stehen unterstützende Materialien in Form von Präsentationen und Arbeitsblättern zur Verfügung. Das Modul ist hier abrufbar.

Neugeborene und ältere Menschen gefährdet

Nach Angaben der Sepsis-Stiftung gab es 2015 rund 320.000 Sepsis-Fälle, darunter etwa 137.000 schwere Fälle. Rund 70.000 Menschen starben an einer Sepsis. Problematisch sind oft unspezifische Symptome einer Sepsis, die von Fall zu Fall anders aussehen können. Besonders gefährdet sind Neugeborene und ältere Menschen.

Sepsis auch Thema beim Welttag der Patientensicherheit

Die Sepsis ist auch Thema einer Fachveranstaltung in Berlin zum Auftakt des ersten Welttages der Patientensicherheit. Die Weltgesundheitsorganisation hat den seit 2015 am 17. September stattfindenden Tag zum Welttag erklärt. Im Fokus steht in diesem Jahr das Thema „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“.

Auf die gefährliche Infektionskrankheit macht auch jedes Jahr am 13. September der Welt-Sepsis-Tag aufmerksam. Jährlich sterben weltweit etwa sechs Millionen Menschen daran. Viele Fälle wären vermeidbar, wenn die Sepsis rechtzeitig erkannt worden wäre.

Bereits 40 Module

Mit den didaktisch aufbereiteten Qualitätszirkel-Modulen fördert die KBV die Arbeit der rund 8.300 Zirkel bundesweit. Aktuell stehen 40 Module bereit. Das Themenspektrum reicht von der Palliativversorgung über die Multimedikation bis hin zur Arzt-Patienten-Kommunikation.

 

Qualitätszirkel – Form des kollegialen Austauschs  

Qualitätszirkel sind eine etablierte Form des kollegialen Lernens und gelten in der vertragsärztlichen Versorgung seit 25 Jahren als eine anerkannte, auf ärztlicher Eigeninitiative beruhenden Methode der Qualitätssicherung.

Rund 65.000 ambulant tätige Ärzte und Psychotherapeuten nutzen die Zirkel jedes Jahr, um sich im Austausch mit Kollegen fortzubilden und die beruflichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Derzeit gibt es rund 8.300 Zirkel bundesweit. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Themen werden in der Regel durch die Zirkelteilnehmer selbst ausgewählt.

Die KBV fördert die Arbeit von Qualitätszirkeln unter anderem durch die didaktisch aufbereiteten Themen-Module. Damit erhalten Zirkelmoderatoren eine Empfehlung für die Vorbereitung und den Ablauf einer Zirkelsitzung. Derzeit stehen bereits 40 solcher Module zur Verfügung, die alle im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen und auch auf der KBV-Website zum Download zu finden sind.

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