Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Hofmeister: Intensive ärztliche Betreuung hilft Chronikern am besten

08.08.2019 - Mit dem Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken sollen überflüssige Arzt-Patienten-Kontakte vermieden und die Bürokratielast reduziert werden. Grundsätzlich richtig, sagte KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister. Aber einzelne Maßnahmen wie das Wiederholungsrezept für Chroniker dürften als Nebenwirkung nicht zu finanziellen Einbußen in den Praxen führen.

„Wenn ein chronisch Kranker gut behandelt wird, muss er unter Umständen nicht jedes Quartal zum Arzt“, sagte Hofmeister in einer Pressemitteilung. Das sei der Erfolg einer guten Betreuung durch die niedergelassenen Ärzte. Behandlung und Betreuung seien aber intensiv und aufwändig – und müssten sich in der Vergütung niederschlagen.

In diesem Zusammenhang forderte er, die Systematik der Chronikerziffer zu ändern: „Ich halte die derzeitige Bindung der Chronikerziffer an die andauernde quartalsweise Behandlung für falsch.“ Die KBV werde erneut auf den GKV-Spitzenverband zugehen und fordern, die Chronikerregelung sinnvoll umzugestalten. Bisher lehnen die Krankenkassen dies ab.

Nach der jetzigen Regelung dürfen Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte die Pauschalen nur abrechnen, wenn der Patient in drei von vier vorangegangenen Quartalen wegen derselben chronischen Erkrankung in Behandlung war.

Der Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken wurde am 17. Juli im Kabinett beschlossen und geht nach der Sommerpause in den Bundestag.

Mehr zum Themen

zu den PraxisNachrichten