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Praxisnachrichten

Keine häusliche Krankenpflege bei stationsäquivalenter psychiatrischer Behandlung

29.08.2019 - Vertragsärzte dürfen keine häusliche oder psychiatrische häusliche Krankenpflege verordnen, wenn Patienten zeitgleich bereits eine stationsäquivalente psychiatrische Behandlung erhalten. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss klargestellt. Der Beschluss ist am 23. August in Kraft getreten.

Seit 2018 können Krankenhäuser multiprofessionelle Teams bilden, die psychisch kranke Patienten zeitlich begrenzt im häuslichen Umfeld behandeln, die sogenannte stationsäquivalente psychiatrische Behandlung.

Die Regelung geht auf das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen zurück. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) musste daraufhin die Abgrenzung zur psychiatrischen häuslichen Krankenpflege klären und die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie anpassen.

Keine parallele Verordnung

Der G-BA hat am 20. Juni klargestellt, dass die Versorgung im Rahmen einer stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung einer vollstationären Behandlung im Krankenhaus entspricht.

Demnach sind sämtliche pflegerischen Maßnahmen, die während der stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung erforderlich werden, durch das Team des jeweiligen Krankenhauses zu erbringen. Eine parallele Verordnung von ambulanter Krankenpflege darf nicht erfolgen.

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