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Telekom dementiert Rückzug aus dem Konnektorengeschäft

07.11.2019 - Die Telekom hat Berichte über einen Rückzug aus dem Konnektorengeschäft dementiert. Ärzte könnten weiterhin Konnektoren des Tochterunternehmens T-Systems bestellen, und diese würden auch geliefert, betonte ein Sprecher. Außerdem werde das Unternehmen alle Software-Updates, die künftig nötig seien, bereitstellen.

Meldungen, dass T-Systems keine Konnektoren für den Anschluss der Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) mehr herstellen wolle, hatten Anfang der Woche für Unruhe gesorgt. Denn ein Rückzug hätte bedeuten können, dass die rund 18.000 bereits installierten Telekom-Konnektoren ausgetauscht werden müssen, sobald neue Anwendungen wie die elektronische Patientenakte und der Medikationsplan bereitstehen.

Kriedel: Unnötige Verunsicherung

„Solche Meldungen sorgen für große Verunsicherung und sind in keinster Weise förderlich“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel den PraxisNachrichten. Über eine gewisse TI-Verdrossenheit in der Ärzteschaft müsse sich dann keiner wundern. Er sei froh über die Klarstellung der Telekom.

Telekom will neue Anwendungen liefern

Die Telekom hatte gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt erklärt, dass die Konnektoren nach wie vor bestellt werden könnten. „Unsere Telematik-Kunden erhalten weiterhin die bestellten Leistungen von uns“, so das Statement. Demnach werde das Unternehmen den Ärzten alle Software-Anwendungen, die künftig nötig seien – also Notfalldatenmanagement, Medikationsplan oder Patientenakte – zur Verfügung stellen.

Wie der Sprecher darüber hinaus erklärte, sei richtig, dass die Telekom derzeit keine neuen Konnektoren produzieren lasse. Grund seien die nach wie vor großen Lagerbestände. Diese seien ausreichend, um die bestehende Nachfrage zu decken.

Nach der Klarstellung durch die Telekom sieht die TI-Betreibergesellschaft gematik keinen Anlass zur Beunruhigung. „Wir sind mit T-Systems im engen Austausch und geben unseren Anbietern, wenn notwendig, Hilfestellung um sicherzustellen, dass den Nutzern jederzeit die Telematikinfrastruktur und deren Anwendungen zur Verfügung steht“, teilte die gematik mit.

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