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Praxisnachrichten

Kein Gutachterverfahren mehr für Gruppentherapien

28.11.2019 - Für Gruppentherapien nach der Psychotherapie-Richtlinie entfallen ab sofort die Gutachterverfahren. Die entsprechende Regelung im „Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung“ ist am 23. November in Kraft getreten.

Der Gesetzgeber will damit ambulante Psychotherapien in Form von Gruppentherapie, die derzeit nur in geringem Umfang durchgeführt werden, fördern.

Da die Regelung unmittelbar wirkt, konnte eine Anpassung der Psychotherapie-Richtlinie und -Vereinbarung bislang nicht vorgenommen werden. Die darin enthaltenen Rahmenbedingungen zum Antragsverfahren bezüglich der Anwendung von Gruppentherapie haben jedoch weiterhin Bestand. Anträge auf Kombinationsbehandlungen aus Einzel- und Gruppentherapie sind durch die Gesetzesänderung nicht betroffen. 

G-BA soll bis 2020 weitere Maßnahmen festlegen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll bis Ende 2020 weitere Maßnahmen zur Förderung der Gruppentherapie und zur Vereinfachung des Gutachterverfahrens festlegen. Dabei wird der Umgang mit Kombinationsbehandlungen Gegenstand der entsprechenden Beratungen werden.

Hintergrund

Der Bundestag hatte am 26. September 2019 ein Gesetz zur Neuregelung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetzentwurf am 8. November zu. Das Gesetz sieht vor, dass Psychotherapeuten ihre Approbation künftig nach einem fünfjährigen Universitätsstudium mit Master-Abschluss erteilt werden soll. An das Studium schließt sich eine Weiterbildung in ambulanten oder stationären Einrichtungen an. 

Neben der Reform der Psychotherapeutenausbildung enthält das Gesetz Änderungen, die unmittelbar die psychotherapeutische Versorgung betreffen. 
 

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