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Praxisnachrichten

Zi veröffentlicht Broschüre zur ambulanten Notfallversorgung

05.12.2019 - Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen entlastet die Notaufnahmen der Kliniken immer stärker. Das ergab die Auswertung aktueller Daten zur ambulanten Notfallversorgung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, die in einer Broschüre zusammengefasst wurden.

„Die Zahl der an Krankenhäusern in Deutschland ambulant behandelten Notfallpatienten geht seit 2016 stetig zurück“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried. Bis 2018 sei die Anzahl der Behandlungen dort um rund 222.000 Fälle gesunken.

Zugleich stiegen der Zi-Analyse zufolge die durch niedergelassene Haus- und Fachärzte behandelten ambulanten Notfälle seit 2015 kontinuierlich um rund 360.000 Fälle von 8,96 Millionen in 2015 auf 9,32 Millionen Fälle in 2018 an.

Ansätze unterstützen

Mit ihren Initiativen zur Einrichtung von Bereitschaftspraxen sowie zur Aktivierung der Bereitschaftsdienstnummer 116117 sei es den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) gelungen, die ambulante Inanspruchnahme der Notaufnahmen der Krankenhäuser zu senken, betonte Stillfried und fügte hinzu: Dafür wendeten die KVen insgesamt dreistellige Millionenbeträge auf.

Nach Einschätzung des Zi-Vorstands leisten die Vertragsärzte einen signifikanten und weiter steigenden Beitrag zur Entlastung der Notaufnahmen in den Kliniken. Diese Ansätze müssten jetzt unterstützt werden.

Umfrage bei KVen

Neben aktuellen Abrechnungsdaten hat das Zi für die Broschüre auch die Ergebnisse einer Umfrage bei den KVen zu Strukturen und Aufwand für den Bereitschaftsdienst sowie zur Fallzahlentwicklung in den Notaufnahmen mit und ohne angeschlossen KV-Praxis ausgewertet.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte im Juli einen Diskussionsentwurf zur Reform der Notfallversorgung veröffentlicht. In Kürze wird der Referentenentwurf erwartet.

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