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Zahl der Medizinischen Versorgungszentren steigt um 13 Prozent

12.12.2019 - An der vertragsärztlichen Versorgung nehmen immer mehr Medizinische Versorgungszentren teil. Das hat die Auswertung der aktuellen MVZ-Statistik der KBV ergeben.

So gab es Ende 2018 fast 3.200 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Im Vorjahr waren es noch etwas mehr als 2.800, während 2016 rund 2.500 gezählt wurden. Damit stieg die Gesamtzahl von 2017 auf 2018 um 13 Prozent.

Die meisten MVZ wurden bislang in Bayern, Nordrhein, Niedersachsen und Berlin zugelassen. So liegt Bayern mit knapp 630 MVZ an der Spitze. Durchschnittlich arbeiten in jedem der Zentren 6,2 Ärzte. Insgesamt sind in Deutschland fast 20.000 Ärzte in MVZ tätig. Davon sind acht Prozent Vertragsärzte und 92 Prozent angestellt. Hausärzte, fachärztliche Internisten und Chirurgen sind am häufigsten vertreten.

Vertragsärzte und Krankenhäuser gründen MVZ zu gleichen Anteilen. Die bevorzugten Rechtsformen sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Die Kooperationsform Medizinisches Versorgungszentrum wurde mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2004 in die Versorgungslandschaft eingeführt. Seitdem ist die Anzahl der MVZ stetig gestiegen. Der besonders starke Zuwachs seit 2016 liegt unter anderem an einer veränderten Gesetzeslage. So wurde damals eingeführt, dass auch fachgleiche Ärzte gemeinsam ein MVZ gründen können. Bis dahin mussten mindestens zwei verschiedene Arztgruppen in einem MVZ tätig sein.

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