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Praxisnachrichten

EBM: Abrechnung Darmkrebsscreening auch ohne Programmdokumentation

23.01.2020 - Das Darmkrebsscreening kann seit Jahresbeginn auch ohne Programmdokumentation im Rahmen des organisierten Krebsfrüherkennungsprogramms abgerechnet werden, da Anpassungen der technischen Infrastruktur noch nicht abschließend umgesetzt werden konnten. Die Aussetzung hat der Gemeinsame Bundesausschusses im Dezember 2019 beschlossen.

Der Bewertungsausschuss hat deswegen die Gebührenordnungspositionen (GOP) für den Stuhltest (01738), für die Koloskopie zur Früherkennung (01741) und zur Abklärung (13421) mit entsprechenden Anmerkungen versehen. Diese sind somit auch bei fehlender Programmdokumentation berechnungsfähig.

Das Darmkrebsscreening ist im April vorigen Jahres als erstes organisiertes Krebsfrüherkennungsprogramm gestartet. Neben den Programminhalten wurde auch die elektronische Programmdokumentation überarbeitet. Sie sollte ursprünglich am 1. Januar starten.

Auch keine Doku für Gebärmutterhalskrebs-Programm

Die Leistungen des Zervixkarzinom-Screenings können ebenfalls ohne Programmdokumentation abgerechnet werden. Bei dem Anfang des Jahres gestarteten organisierten Früherkennungsprogramm wurde die Aussetzung bereits bei der Beschlussfassung des Bewertungsausschusses im Dezember berücksichtigt. Eine Anpassung des EBM ist deshalb nicht erforderlich.

Noch kein neuer Starttermin für Programmdokumentation

Der Gemeinsame Bundesausschuss wird im Laufe des Jahres einen neuen Termin für den Start der Programmdokumentation in beiden organisierten Früherkennungsprogrammen beschließen.

Evaluation der Krebsfrüherkennungsprogramme

Die Programmdokumentation soll dazu dienen, die neuen organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme zu evaluieren. Damit soll der Erfolg systematisch erfasst und die Programme weiterentwickelt werden.

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