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Reform der Notfallversorgung

Hofmeister: Notfallversorgung mit regional angepassten Konzepten

23.01.2020 - Bei der Reform der Notfallversorgung müssen aus Sicht der KBV regionale Strukturen übernommen werden. Integrierte Notfallzentren an ausgewählten Kliniken können hier eine Maßnahme sein, wo es jedoch keine Krankenhäuser gebe, würden andere Varianten gebraucht, sagte der Vize-Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, im Interview mit KV-on.

Da die Anforderungen zwischen den holsteinischen Inseln und Kiel oder dem bayrischen Wald und München unterschiedlich seien, müsse es regional angepasste Konzepte geben. Wichtig sei, zunächst den Bedarf festzustellen und dann das dafür geeignete Konzept zu finden, sagte Hofmeister im Interview mit KV-on. Nur so könne eine flächendeckende Versorgung gelingen.

Als Beispiele für Varianten der ambulanten Akutversorgung in der Fläche nannte Hofmeister Hausbesuchsdienste, Bereitschaftspraxen oder Partnerpraxen, wie es sie etwa in Hessen und Bremen gebe, um Patienten aus dem Krankenhaus direkt in die ambulante Versorgung zurückzuführen.

Bestehende Konzepte optimieren

Bereits jetzt würden die Vertragsärzte und -psychotherapeuten 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche Patienten versorgen, die sich mit akuten Beschwerden an sie wenden. Dafür gebe es landauf, landab sehr viele verschiedene regional angepasste Lösungen. „Wir schauen, ob wir die noch weiter optimieren können“, sagte er.

An Stellen, wo Kliniken und Kassenärztliche Vereinigungen kooperieren, müsse diese Kooperation „ideal aufeinander abgestimmt sein“, betonte Hofmeister. Dann gebe es wenig Differenzen darüber, was ein klinischer Notfall sei, der sofort in die Notfallversorgung eines geeigneten Krankenhauses gehöre, und was ein ambulanter Akutfall sei, um den sich die Vertragsärzte kümmern.

Reform der Notfallversorgung

Der Entwurf zur Reform der Notfallversorgung, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang Januar vorgelegt hat, sieht bundesweite Vorgaben vor. Die KBV hat bereits deutlich gemacht, dass regionale Unterschiede berücksichtigt werden müssen (die PraxisNachrichten berichteten). Anfang Februar wird die KBV ihre politische Stellungnahme zu dem Entwurf vorlegen.

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