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Praxisnachrichten

Darmkrebsmonat März - Patienten gezielt auf Früherkennungsprogramm ansprechen

20.02.2020 - Der März steht bundesweit im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Ärzte können dies nutzen und ihre Patienten verstärkt auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Darmkrebs hinweisen. Infomaterialien dazu bietet die KBV.

„Informieren Sie Ihre Patienten über das Früherkennungsangebot und motivieren Sie sie zur Teilnahme am Darmkrebsscreening-Programm“, appellierte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister an die Ärzte. „Insbesondere Hausärzten und Gynäkologen kommt bei der Darmkrebsprävention eine entscheidende Rolle zu.“

Das Beratungsgespräch über die Früherkennung des kolorektalen Karzinoms ist Teil des Darmkrebsscreening-Programms für Versicherte ab 50 Jahren und kann von allen Vertragsärzten angeboten werden, die Leistungen zur Krebsfrüherkennung erbringen – also neben Hausärzten zum Beispiel auch von Gynäkologen und Urologen (GOP: 01740, Punkte: 115, extrabudgetär).

Plakat und Patienteninformationen

Die KBV stellt zum Thema Darmkrebsfrüherkennung ein Plakat für das Wartezimmer zur Verfügung. Unter dem Titel: „Große Probleme fangen oft winzig an“ soll es Patienten auf die Darmkrebsfrüherkennung aufmerksam machen. Ärzte können das Plakat kostenfrei über die Warenkorb-Funktion bestellen (siehe unten).

Zudem bietet die KBV mehrere Patienteninformationen zum Früherkennungsprogramm sowie zum Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl. Die DIN-A4-Blätter können kostenlos hier als PDF-Dokumente heruntergeladen werden.

Darmkrebsscreening als organisiertes Programm

2019 startete das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs als neu organisiertes Darmkrebsscreening: Seit Mitte vergangenen Jahres erhalten anspruchsberechtigte Versicherte regelmäßig eine Einladung zur Früherkennung auf Darmkrebs von ihrer Krankenkasse. Dem Schreiben liegt eine ausführliche Versicherteninformation bei.

Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen das Untersuchungsangebot nutzen. In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 25.000 Menschen an Darmkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt jährlich bei rund 58.000.

Männer haben bereits ab 50 Jahren Anspruch auf eine präventive Koloskopie, da sie ein höheres Risiko als Frauen haben, an Darmkrebs zu erkranken. Bei Frauen liegt die Altersgrenze für die Koloskopie bei 55 Jahren. Der Stuhltest ist ebenfalls Bestandteil des Früherkennungsprogramms.

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