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Mehrfachverordnung von Arzneimitteln kommt später

27.02.2020 - Das Ausstellen von Mehrfachverordnungen für Arzneimittel wird ab 1. März voraussichtlich noch nicht möglich sein.

Die KBV, der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband sind noch dabei, die Details abzustimmen. 
Die gesetzliche Regelung zur Mehrfachverordnung sieht vor, dass Vertragsärzte chronisch Kranken die Dauermedikation so verordnen können, dass mit einem Rezept mehrere Abgaben möglich sind.

Apotheker dürften dann das Arzneimittel bis zu vier Mal innerhalb eines Jahres abgeben, ohne dass der Patient erneut zum Arzt geht. Voraussetzung ist eine entsprechende Kennzeichnung des Rezeptes durch den Arzt. 

Verankert im Masernschutzgesetz

Verankert ist die Mehrfachverordnung im Masernschutzgesetz, das zum 1. März in Kraft tritt. Die Regelung wurde erst kurz vor der Verabschiedung des Gesetzes im November 2019 aufgenommen. Ursprünglich sollte sie mit dem Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken kommen. 

Sobald die Details zur Mehrfachverordnung feststehen, werden die PraxisNachrichten berichten.  
 

Gesetzliche Regelung zur Mehrfachverordnung (Paragraf 31 Absatz 1b SGB V)

„Für Versicherte, die eine kontinuierliche Versorgung mit einem bestimmten Arzneimittel benötigen, können Vertragsärzte Verordnungen ausstellen, nach denen eine nach der Erstabgabe bis zu dreimal sich wiederholende Abgabe erlaubt ist. Die Verordnungen sind besonders zu kennzeichnen. Sie dürfen bis zu einem Jahr nach Ausstellungsdatum zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse durch Apotheken beliefert werden.“ (Textpassage aus dem Masernschutzgesetz)
 

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