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Praxisnachrichten

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Übergangslösung zur Nutzung von Muster 39 ab 1. März

27.02.2020 - Mit dem organisierten Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen wurde zum 1. Januar auch das Muster 39 neu gefasst. Bestimmte, für die differenzierte Beauftragung der zytologischen Untersuchung erforderliche Informationen können auf dem Formular jedoch aktuell nicht ausreichend abgebildet werden.

KBV und GKV-Spitzenverband haben hierzu nun eine Übergangslösung vereinbart, die zum 1. März 2020 in Kraft tritt. 

Über Muster 39 veranlassen Gynäkologen die Zytologie und den HPV-Test im Primärscreening und in der Abklärungsdiagnostik. Das Formular bildet inhaltlich aktuell jedoch nur die Veranlassung des Primärscreenings ab, nicht aber die Leistungen zur Abklärungsdiagnostik auffälliger Befunde.

Bundeseinheitliche Codes für Freitextfeld „Gyn. Diagnose“

KBV und GKV-Spitzenverband haben daher eine Übergangsregelung beschlossen, nach der ab dem 1. März 2020 die für die differenzierte (Teil-)Beauftragung von Primärscreening oder Abklärung erforderlichen Informationen mit Codes in der ersten Zeile des Freitextfeldes „Gyn. Diagnose“ abgebildet werden können.

Hierzu wurden in den Vordruckerläuterungen der Anlage 2 des Bundesmantelvertrags für Ärzte bundeseinheitliche Codes vereinbart (s. Übersicht). Damit ist nun im Rahmen einer Übergangslösung eine eindeutige Beauftragung möglich. 

Perspektivisch weitere Anpassungen geplant

In den kommenden Monaten werden weitere Erfahrungen aus der Nutzung des neuen Musters 39 ausgewertet. Dabei sollen nach Möglichkeit auch Erfahrungen aus der Umsetzung der Evaluation durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen mit einfließen. 

Auf dieser Grundlage wird die KBV in Abstimmung mit den Berufsverbänden das Muster 39 gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband erneut überarbeiten und an die Bedarfe anpassen. Es ist geplant, die überarbeitete Fassung im Laufe des Jahres 2021 in Kraft setzen. Hierzu werden die PraxisNachrichten gesondert informieren. 
 

Folgende bundeseinheitliche Codes wurden vereinbart:

 

P-HPV          nur HPV-Test im Primärscreening 
P-Zyto      nur zytologische Untersuchung im Primärscreening
P-KoTest       Ko-Test im Primärscreening
A-HPV       nur HPV-Test in der Abklärung
A-Zyto        nur zytologische Untersuchung in der Abklärung 
A-KoTest         Ko-Test in der Abklärung

 

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