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Praxisnachrichten

Früherkennung Zervixkarzinom: Neue Abrechnungsbestimmung

26.03.2020 - Bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs gibt es ab 1. April eine Neuerung: Ärzte können dann die klinische Untersuchung und die Abklärungsdiagnostik am gleichen Behandlungstag durchführen und abrechnen. Der bisherige Abrechnungsausschluss im EBM wird aufgehoben. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen.

Konkret geht es zum einen um die Gebührenordnungsposition 01760 für eine klinische Krebsfrüherkennungsuntersuchung (Abschnitt B. II. Paragraf 6 und 8 Krebsfrüherkennungs-Richtlinie). Zum anderen betrifft es die Gebührenordnungsposition 01764 für die Abklärungsdiagnostik (Teil III. C. Paragraf 7 Richtlinie organisierte Krebsfrüherkennung). Sie duften bisher nicht am gleichen Behandlungstag berechnet werden.

Außerdem Anpassung HPV-Test Früherkennung Zervixkarzinom

Der Bewertungsausschuss hat außerdem rückwirkend zum 1. Januar 2020 Anpassungen beim HPV-Test zur Früherkennung von Zervixkarzinomen vorgenommen.

Hintergrund ist eine Klarstellung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die zu einer Anpassung der Dokumentationsvorgaben des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) führen wird.

Neuer Zuschlag für Genotypisierung auf HPV-Typ 16 und 18

Demnach muss die Genotypisierung der HPV-Typen 16 und 18 bei positivem HPV-Nachweis im Rahmen des Zervixkarzinom-Screenings als obligater Leistungsinhalt der GOP 01763 und 01767 gestrichen werden und in einer eigenen GOP abgebildet werden. Dafür wird ein Zuschlag zu den GOP 01763 und 01767 für eine HPV-Genotypisierung als neue GOP 01769 in den EBM aufgenommen.

Die Streichung der HPV-Genotypisierung aus dem Leistungsinhalt der GOP 01763 und 01767 und die Übertragung der Leistung in die GOP 01769 wurden leistungsbedarfsneutral ausgestaltet. Die neue GOP 01769 wird ebenfalls extrabudgetär vergütet.

Genehmigung erforderlich

Die Durchführung der HPV-Tests im Rahmen der Krebsfrüherkennung Zervixkarzinom ist eine der GOP 32819 entsprechende Leistung. Daher erfordert sie eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor.

Mit der Aufnahme der GOP 01763 und 01767 in die Präambel 19.1 Nummer 4 wird im EBM klargestellt, dass die Fachärzte für Pathologie und die Fachärzte für Neuropathologie die fachliche Befähigung erfüllen. Zusätzlich wurde durch die Aufnahme der GOP 01701 in die Präambel 19.1 Nummer 2 sichergestellt, dass die Grundpauschale 01701 in Verbindung mit den GOP 01763, 01767 und 01769 auch für Pathologen berechnungsfähig ist.

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