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Praxisnachrichten

Übergangsregelungen in der Unfallversicherung

07.04.2020 - Angesichts der besonderen Versorgungssituation aufgrund des Coronavirus kann in der Unfallversicherung von einigen Vorgaben des Vertrages Ärzte/Unfallversicherungsträger abgewichen werden. Zudem wird erstmalig der Einsatz von Videosprechstunden übergangsweise ermöglicht.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und der Sozialversicherungsverband für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft haben erklärt, dass Vertragsärzte etwa von Formfristen bei der Erstattung abweichen können – zum Beispiel bei der ärztlichen Unfallmeldung oder beim Durchgangsarztbericht.

Grund für die Abweichung muss dabei die besondere Versorgungssituation durch COVID-19 sein. Die Übergangsregelungen gelten rückwirkend ab 16. März und zunächst bis zum 30. Juni 2020.

Neu: Videosprechstunde übergangsweise möglich

Weiterhin können Vertragsärzte, beteiligte Ärzte sowie Psychotherapeuten den Unfallverletzen per Videosprechstunde behandeln, um die Versorgung dieser Patienten sicherzustellen. Voraussetzung ist der Einsatz eines zugelassenen zertifizierten Videodienstanbieters (PDF-Übersicht, 94 KB).

Für diese Arzt-Patienten-Kontakte kann die Nummer 1 UV-GOÄ abgerechnet werden, wobei eine entsprechende Kennzeichnung als Videobehandlung erfolgen muss. Auch Psychotherapeuten können entsprechend der Behandlungsziffern (P-Ziffern) Videosprechstunden abrechnen (Frist hier: bis 30. September 2020).

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