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Praxisnachrichten

Sarkoidose und Lungentumoren: Ärzte können jetzt ASV-Teams anmelden

16.04.2020 - Patienten mit Sarkoidose und Patienten mit Lungentumoren können jetzt auch in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung behandelt werden. Damit wächst der interdisziplinäre Versorgungsbereich auf 14 Indikationen.

Für beide Erkrankungen können interessierte Ärzteteams ihre Teilnahme an der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) beim erweiterten Landesausschuss anzeigen. Denn seit 7. April sind die entsprechenden Anlagen zur ASV-Richtlinie, die Näheres zu den neuen Indikationen und deren Behandlung regeln, in Kraft (s. Kästen unten).

ASV-Berechtigung: So können Ärzte mitmachen

Zur ASV berechtigt sind niedergelassene Fachärzte, Medizinische Versorgungszentren, Berufsausübungsgemeinschaften sowie ermächtigte Ärzte und Krankenhäuser, wenn sie die Anforderungen und Voraussetzungen der ASV-Richtlinie erfüllen.

Ärzte und Krankenhäuser, die für eine bestimmte Indikation an der ASV teilnehmen wollen, zeigen dies dem erweiterten Landesausschuss als Team an (Übersicht der Landesausschüsse). Der Ausschuss prüft, ob die Teams und deren Mitglieder die Voraussetzungen erfüllen.

Lungentumoren und Tumoren des Thorax

Seit 7. April 2020

Tumoren der Lunge und des Thorax sind die fünfte onkologische Erkrankung, die Ärzte in der ASV behandeln können. Sie fallen unter die Kategorie „Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen“. Alle Details stehen in Anlage 1.1a Tumorgruppe 5 zur ASV-Richtlinie.

Zusammensetzung des ASV-Teams

Dem ASV-Kernteam (Ebene 2) für Tumoren der Lunge und des Thorax gehören folgende Fachärzte an - die Teamleitung (Ebene 1) übernimmt der Pneumologe, Hämatoonkologe oder Thoraxchirurg:

  • Pneumologe
  • Hämatoonkologe
  • Thoraxchirurg
  • Strahlentherapeut

Bei der Behandlung von Patienten mit Herztumoren gehören zusätzlich folgende Fachärzte zum Kernteam:

  • Herzchirurg
  • Kardiologe

Berechtigt zur Teilnahme sind neben Fachärzten für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie auch Fachärzte für Innere Medizin mit dem Nachweis der Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie, denen bis zum 31. Dezember 2015 eine entsprechende Zulassung und Genehmigung zur Teilnahme an der Onkologie-Vereinbarung seitens der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung erteilt wurde.

Diese Ärzte können zur Behandlung hinzugezogen werden (Ebene 3):

  • Anästhesist
  • Angiologe oder Gefäßchirurg
  • Endokrinologe und Diabetologe
  • Gastroenterologe
  • Kardiologe (sofern nicht im Kernteam vertreten)
  • Laboratoriumsmediziner
  • Neurochirurg
  • Neurologe
  • Nuklearmediziner
  • Pathologe
  • Psychiater oder Psychotherapeut (ärztlich oder psychologisch) oder Psychosomatiker
  • Radiologe
  • Viszeralchirurg

Ein Facharzt des ASV-Teams muss über die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin verfügen.

Hinweis: Zu allen ASV-Teams für onkologische Erkrankungen muss grundsätzlich mindestens ein Arzt des jeweils anderen Versorgungsbereichs (ambulant / stationär) gehören: Bei einem Team aus niedergelassenen Ärzten also ein Krankenhausarzt, bei einem Klinikteam ein Vertragsarzt.

Patientengruppe

Das ASV-Angebot richtet sich an Patienten ab 18 Jahren mit besonderen Verlaufsformen von Tumoren der Lunge und des Thorax. „Besondere Verlaufsform“ bedeutet, die Patienten benötigen aufgrund der Ausprägung ihrer Tumorerkrankung eine multimodale Therapie in einem interdisziplinären Team.

Behandlungs- und Leistungsumfang

Ärzte mit einer ASV-Berechtigung für Lungentumoren können im Wesentlichen alle Leistungen durchführen, die zur Diagnostik, Behandlung und Beratung dieser Erkrankungen erforderlich sind. Welche Leistungen konkret zur ASV gehören, weist ein Ziffernkranz, der sogenannte Appendix, in der Anlage 1.1a – Tumorgruppe 5 der ASV-Richtlinie aus.

Neben EBM-Gebührenordnungspositionen (Abschnitt 1) enthält der Appendix auch Leistungen, die nicht Bestandteil des EBM sind (Abschnitt 2).

Außerdem werden tumorspezifische Leistungen – analog zu den Pauschalen der Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) – vergütet, zum Beispiel die Durchführung der zytostatischen Tumortherapie sowie die Koordination der Behandlung.

Die aktuellen Abrechnungsgrundlagen für die einzelnen ASV-Krankheiten stellt das Institut des Bewertungsausschusses (InBA) online bereit:

Appendix: Aktuelle Abrechnungsgrundlage des InBA

Abrechnung von Abschnitt-2-Leistungen: Pseudoziffern und GOÄ

Der Appendix stellt die Abrechnungsgrundlage dar, die Abrechnung selbst erfolgt auf Basis des EBM. Mit einer Ausnahme: Die Leistungen aus dem Abschnitt 2 des Appendix rechnen ASV-Ärzte nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab – mit den für die ASV festgelegten Gebührensätzen (Laborleistungen 1-facher, technische Leistungen 1,2-facher und übrige ärztliche Leistungen 1,5-facher Gebührensatz).

Allen Leistungen im Abschnitt 2 sind bundeseinheitliche Pseudoziffern zugeordnet (z. B. 88500 für PET und PET/CT).

Zu diesen Pseudoziffern geben Ärzte bei der Abrechnung die zutreffenden GOÄ-Nummern und die sich aus den Gebührensätzen ergebende Vergütung an. Wie jede ASV-Leistung, muss auch diese Pseudoziffer bei der Abrechnung mit der ASV-Teamnummer gekennzeichnet werden.

Die Kennzeichnung mit Pseudoziffern und die Vergütung nach der GOÄ erfolgen immer solange, bis die entsprechende Leistung in den EBM-Bereich VII aufgenommen wurde.

Hinweis: Ausgenommen von der Regelung sind ASV-Leistungen, die auch in der Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) enthalten sind. Sie werden bis zu ihrer Aufnahme in den EBM nach den regionalen Kostenpauschalen des Anhangs 2 der Onkologie-Vereinbarung vergütet.

Übersicht der aktuellen Pseudoziffern

Pseudoziffer Bezeichnung ASV-Indikation
88500 PET beziehungsweise PET/CT
  • Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle
  • Gynäkologische Tumoren (ohne Mammakarzinom)
  • Urologische Tumoren
  • Rheumatologische Erkrankungen (Teil 1 Erwachsene)
  • Hauttumoren
88506 Spezifische Untersuchung mit Genexpressionsanalyse
  • Gynäkologische Tumoren (Subspezialisierung  Mammakarzinom und Gynäkologische Tumoren ohne Subspezialisierung)
88513 Transiente Elastographie bei gesicherter Diagnose mit dem Ziel der Verlaufskontrolle und Frequenzreduktion von Leberbiopsien bis zu zweimal jährlich
  • Morbus Wilson
  • Ausgewählte seltene Lebererkrankungen
88515 Ärztliche Behandlung und/oder Betreuung eines Patienten mit Hämophilie durch den Transfusionsmediziner mit Zusatzweiterbildung Hämostaseologie (analog den Leistungsinhalten der Grundpauschale im EBM)
  • Hämophilie
88516 Beobachtung und Betreuung bei (Radio-)Chemotherapie für Strahlentherapeut (analog der Zusatzpauschale im EBM)
  • Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle
  • Gynäkologische Tumoren
  • Urologische Tumoren

Anforderungen an das ASV-Team

Neben allgemeinen Anforderungen, die für alle ASV-Indikationen gelten, gibt es spezielle Qualitätsvorgaben, die das ASV-Team für Lungentumoren erfüllen muss:

Organisation und Kooperation

Die Anforderungen an das ASV-Team hinsichtlich Organisation und Kooperationen reichen von einer 24-Stunden-Notfallversorgung über eine Tumorkonferenz bis zur Zusammenarbeit mit sozialen Diensten und Einrichtungen der Palliativversorgung.

Dokumentation

Die Ärzte dokumentieren die Befunde – einschließlich Diagnose nach lCD-10-GM sowie das Zusatzkennzeichen zur Diagnosesicherheit –, den TNM-Status, die Behandlungsmaßnahmen sowie die veranlassten Leistungen inklusive Behandlungstag.

Mindestmengen

Das Kernteam muss pro Jahr mindestens 70 Patienten mit einer gesicherten Diagnose behandeln.

Um eine ASV-Berechtigung zu erhalten, müssen die Mitglieder des Kernteams mindestens 50 Prozent der Mindestmenge (35 Patienten) in den letzten vier Quartalen vor Antragstellung nachweisen.
Die Mindestmenge gilt auch nach Erteilung der ASV-Erlaubnis. Wird sie nicht erfüllt, kann das Team seine Berechtigung verlieren.

Ausnahme: Im ersten Jahr als ASV-Team können die Mindestbehandlungszahlen um 50 Prozent unterschritten werden.

Zusätzlich gibt es als ergänzende Anforderungen an das Kernteam arztbezogene und facharztgruppen-spezifisch differenzierte Mindestmengen. Diese müssen von mindestens einem Mitglied des Kernteams erfüllt werden. Die hierbei zugrunde gelegten Mindestmengen entsprechen denen der Onkologie-Vereinbarung.

Teammitglied Durchschnittliche Mindestmenge pro Quartal und Arzt jeweils in den jeweils zurückliegenden vier Quartalen
Facharzt  für  Innere  Medizin  und Hämatologie  und  Onkologie

120 Patienten mit soliden oder hämatologischen Neoplasien

  • darunter 70 Patienten, die mit medikamentöser Tumortherapie behandelt werden (davon 30 mit intravenöser oder intrakavitärer oder intraläsionaler Behandlung)
und/oder
Facharzt einer anderen Arztgruppe des Kernteams

80 Patienten mit soliden Neoplasien

  • darunter 60 Patienten, die mit antineoplastischer Therapie behandelt werden (davon 20 mit intravenöser oder intrakavitärer antineoplastischer oder intraläsionaler Behandlung)

 

Überweisungen

Möchte ein Nicht-ASV-Arzt einen Patienten mit einem entsprechenden Tumor in einem ASV-Team behandeln lassen, ist eine Überweisung erforderlich. Er verwendet hierzu wie gewohnt den Überweisungsschein (Formular 6).

Sarkoidose

Seit 7. April 2020

Sarkoidose ist die achte seltene Erkrankung, die Ärzte bei Patienten in der ASV behandeln können. Alle Details stehen in Anlage 2e zur ASV-Richtlinie.

Zusammensetzung des ASV-Teams

Die Teamleitung (Ebene 1) können Pneumologen oder Rheumatologen übernehmen. Sie bilden auch das Kernteam (Ebene 2).

Diese Ärzte können hinzugezogen werden (Ebene 3):

  • Augenheilkunde
  • Dermatologe
  • Gastroenterologe
  • Kardiologe
  • Laboratoriumsmediziner
  • Neurologe
  • Nuklearmediziner
  • Pathologe
  • Psychiater und Psychotherapeut (ärztliche und psychologische) und Psychosomatiker
  • Radiologe

Kinder und Jugendliche: Besonderheiten bei der Teambildung

Ebene 1: Sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden, kann alternativ ein Kinder- und Jugendmediziner mit Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Pneumologie oder Kinder- und Jugend-Rheumatologie die Teamleitung übernehmen.

Ebene 2: Für die Zusammensetzung des Kernteams gilt, dass ein Kinder- und Jugendmediziner mit Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Pneumologie oder Kinder- und Jugend-Rheumatologie obligat teilnehmen muss, sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden. Diese Funktion kann auch ein Kinder- und Jugendmediziner ohne die genannten Qualifikationen übernehmen, falls kein entsprechender Experte gefunden werden kann.

Ebene 3: Für die Gruppe der hinzuzuziehenden Ärzte besteht die Möglichkeit, zusätzlich einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder einen Kinder- und Jugendmediziner mit Schwerpunkt Neuropädiatrie oder Schwerpunkt Kinder-Kardiologie oder mit der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Gastroenterologie als Teammitglied zu benennen.

Patientengruppe und Erkrankung

Das Angebot richtet sich an alle Patienten mit Sarkoidose (ICD-Kode D86.-). Auch die Abklärung einer Verdachtsdiagnose kann in der ASV erfolgen.

Behandlungs- und Leistungsumfang

Ärzte mit einer ASV-Berechtigung für Sarkoidose können die Leistungen abrechnen, die im Wesentlichen zur Diagnostik, Behandlung und Beratung erforderlich sind. Welche Leistungen konkret zur ASV gehören, weist ein Ziffernkranz, der sogenannte Appendix, in der Anlage 2e der ASV-Richtlinie aus.

Neben EBM-Gebührenordnungspositionen (Abschnitt 1) enthält der Appendix auch neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die noch nicht Bestandteil des EBM sind, aber im Rahmen der ASV angewendet werden dürfen (Abschnitt 2).

Die aktuellen Abrechnungsgrundlagen für die einzelnen ASV-Krankheiten stellt das Institut des Bewertungsausschusses (InBA) online bereit:

Appendix: Aktuelle Abrechnungsgrundlage des InBA

Abrechnung von Abschnitt-2-Leistungen: Pseudoziffern und GOÄ

Der Appendix stellt die Abrechnungsgrundlage dar, die Abrechnung selbst erfolgt auf Basis des EBM. Mit einer Ausnahme: Die Leistungen aus dem Abschnitt 2 des Appendix rechnen ASV-Ärzte nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab – mit den für die ASV festgelegten Gebührensätzen (Laborleistungen 1-facher, technische Leistungen 1,2-facher und übrige ärztliche Leistungen 1,5-facher Gebührensatz).

Allen Leistungen im Abschnitt 2 sind bundeseinheitliche Pseudoziffern zugeordnet (z. B. 88500 für PET und PET/CT).

Zu diesen Pseudoziffern geben Ärzte bei der Abrechnung die zutreffenden GOÄ-Nummern und die sich aus den Gebührensätzen ergebende Vergütung an. Wie jede ASV-Leistung, muss auch diese Pseudoziffer bei der Abrechnung mit der ASV-Teamnummer gekennzeichnet werden.

Die Kennzeichnung mit Pseudoziffern und die Vergütung nach der GOÄ erfolgen immer solange, bis die entsprechende Leistung in den EBM-Bereich VII aufgenommen wurde.

Hinweis: Ausgenommen von der Regelung sind ASV-Leistungen, die auch in der Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) enthalten sind. Sie werden bis zu ihrer Aufnahme in den EBM nach den regionalen Kostenpauschalen des Anhangs 2 der Onkologie-Vereinbarung vergütet.

Übersicht der aktuellen Pseudoziffern

Pseudoziffer Bezeichnung ASV-Indikation
88500 PET beziehungsweise PET/CT
  • Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle
  • Gynäkologische Tumoren (ohne Mammakarzinom)
  • Urologische Tumoren
  • Rheumatologische Erkrankungen (Teil 1 Erwachsene)
  • Hauttumoren
88506 Spezifische Untersuchung mit Genexpressionsanalyse
  • Gynäkologische Tumoren (Subspezialisierung  Mammakarzinom und Gynäkologische Tumoren ohne Subspezialisierung)
88513 Transiente Elastographie bei gesicherter Diagnose mit dem Ziel der Verlaufskontrolle und Frequenzreduktion von Leberbiopsien bis zu zweimal jährlich
  • Morbus Wilson
  • Ausgewählte seltene Lebererkrankungen
88515 Ärztliche Behandlung und/oder Betreuung eines Patienten mit Hämophilie durch den Transfusionsmediziner mit Zusatzweiterbildung Hämostaseologie (analog den Leistungsinhalten der Grundpauschale im EBM)
  • Hämophilie
88516 Beobachtung und Betreuung bei (Radio-)Chemotherapie für Strahlentherapeut (analog der Zusatzpauschale im EBM)
  • Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle
  • Gynäkologische Tumoren
  • Urologische Tumoren

Anforderungen an das ASV-Team

Neben allgemeinen Anforderungen, die für alle ASV-Indikationen gelten, gibt es spezielle Qualitätsvorgaben, die das ASV-Team für Sarkoidose erfüllen muss.

Organisation und Kooperation

Das ASV-Team muss eine Zusammenarbeit mit Transplantationszentren (Lunge), sozialen Diensten sowie Physikalischer Therapie sicherstellen. Ein Kooperationsvertrag ist nicht notwendig.

Außerdem müssen eine 24-Stunden-Notfallrufbereitschaft organisiert werden sowie ein Notfall-Labor und eine im Notfall erforderliche bildgebende Diagnostik möglich sein.

Dokumentation

Ärzte dokumentieren die Befunde – einschließlich Diagnose nach ICD-10-GM sowie das Zusatzkennzeichen zur Diagnosesicherheit –, die Behandlungsmaßnahmen sowie die veranlassten Leistungen inklusive Behandlungstag.

Mindestmengen

Das Kernteam muss pro Jahr mindestens 50 Patienten mit Verdachtsdiagnose oder gesicherter Diagnose behandeln.

Berechnung der Mindestmengen

Für die Berechnung der Mindestmengen ist die Summe aller Patienten maßgeblich, die die Mitglieder des Kernteams pro Jahr behandeln. Wird die Mindestmenge nicht erfüllt, kann das Team seine Berechtigung verlieren.

Um eine ASV-Berechtigung zu erhalten, muss das ASV-Team mindestens 50 Prozent der Mindestmenge in den letzten vier Quartalen vor Antragstellung nachweisen.

Ausnahme: Im ersten Jahr als ASV-Team können die Mindestbehandlungszahlen ebenfalls um 50 Prozent unterschritten werden.

Überweisungen

Möchte ein Nicht-ASV-Arzt einen Patienten mit Verdachtsdiagnose oder mit gesicherter Diagnose einer Sarkoidose in einem ASV-Team behandeln lassen, ist eine Überweisung erforderlich. Er verwendet hierzu wie gewohnt den Überweisungsschein (Formular 6).

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