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Praxisnachrichten

Neues Formular für T-Rezepte eingeführt

16.04.2020 - Für die Verordnung von Krebsmedikamenten mit den Wirkstoffen Lenalidomid, Pomalidomid und Thalidomid gibt es seit Mittwoch ein neues Formular. Alte Formulare für das sogenannte T-Rezept können aufgebraucht werden. Darüber hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informiert.

Auf der Rückseite von Teil II des neuen T-Rezeptes wurde ein Feld für den Apothekenstempel ergänzt. Zudem besteht die T-Rezeptnummer nun aus sieben Ziffern (vorher sechs). Die Nummer ermöglicht eine eindeutige Zuordnung eines T-Rezeptes zu dem verordnenden Arzt.

Nachbestellung des T-Rezeptes

Die vor dem 15. April ausgegebenen T-Rezepte sind unbefristet gültig und können aufgebraucht werden.

Ärzte, die das neue Formular bestellen wollen und bereits im T-Register stehen, kreuzen auf dem Folgeanforderungsschreiben die gewünschte Stückzahl von T-Rezepten an (20, 50 oder 100) und schicken es unterschrieben an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Anders als beim normalen Arzneimittelrezept (Muster 16) ist die Zulassungsbehörde für die Ausgabe des T-Rezeptes zuständig.

Erstbezug des T-Rezeptes

Für die Erstbestellung von T-Rezepten muss sich der Arzt zuerst beim BfArM registrieren und eine amtlich beglaubigte Kopie seiner Approbationsurkunde einreichen. Mit der Erteilung einer personengebundenen T-Registernummer werden dem Arzt dann seine T-Rezepte gemeinsam mit einem Anforderungsschreiben für zukünftige Nachbestellungen zugeschickt.

T-Rezepte

T-Rezepte sind Sonderrezepte, die ausschließlich zur Verordnung von Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Lenalidomid, Pomalidomid und Thalidomid verwendet werden dürfen.

Die Wirkstoffe zählen zu den oralen Tumortherapeutika und Immunmodulatoren. Aufgrund ihres teratogenen Potenzials gibt die Europäische Kommission vor, dass ausschließlich spezielle Rezeptformulare verwendet werden dürfen und die Bestellung und Abgabe strengen Dokumentationspflichten unterliegen.

T-Rezepte weisen gegenüber anderen Rezeptformularen einige Besonderheiten auf. Sie sind

  • zweiteilig (Original und Durchschlag),
  • personengebunden,
  • nummeriert (T-Rezeptnummer) und
  • enthalten Kästchen zum Ankreuzen, wodurch der verordnende Arzt die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen bestätigt.

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