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Praxisnachrichten

Therapiegespräch zur substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger vorerst per Telefon oder Video möglich

22.04.2020 - Ärzte können während der Corona-Pandemie therapeutische Gespräche zur Substitutionsbehandlung auch per Telefon oder Videosprechstunde führen. Die Regelung ist zunächst bis zum 30. Juni befristet und gilt für therapeutische Gespräche, die mindestens zehn Minuten dauern.

Mehr therapeutische Gespräche

Darauf haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband heute geeinigt. Zudem dürfen Ärzte therapeutische Gespräche (GOP 01952) zunächst achtmal statt bislang viermal im Quartal berechnen.  

Neue GOP für Behandlung mit Depotpräparat

Unabhängig von der Ausbreitung des Coronavirus wurde ferner die Behandlung von Opioidabhängigen mit einem Depotpräparat als neue Leistung in den EBM aufgenommen. Rückwirkend ab 1. April können substituierende Ärzte einmal in der Behandlungswoche die GOP 01953 (130 Punkte/14,28 Euro) abrechnen. Damit werden die subkutane Applikation und die Nachsorge honoriert. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Hintergrund ist, dass das Buprenorphin-Depotpräparat (Buvidal®) zugelassen ist und seine subkutane Verabreichung zu den anerkannten Behandlungsmethoden Opioidabhängiger zählt. Bislang gab es keine Möglichkeit, die damit verbundenen Leistungen über den EBM abzurechnen. Dies ist nun möglich, zunächst befristet bis zum 30. September. Der Bewertungsausschuss wird rechtzeitig prüfen, ob Anpassungen dieser Regelungen erforderlich sind.

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