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Praxisnachrichten

Neue Online-Fortbildungen zur Prävention von Kindesmissbrauch

07.05.2020 - Die KBV baut ihr E-Learning-Angebot zum Thema Kinderschutz weiter aus. Ab sofort stehen im Fortbildungsportal zwei neue Module zur Verfügung, die Ärzte und Psychotherapeuten dabei unterstützen sollen, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen und bei Verdachtsfällen richtig zu reagieren.

Dies ist gerade auch während der Corona-Krise von großer Bedeutung, in der Familien sehr viel Zeit auf engem Raum miteinander verbringen, wie KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister den PraxisNachrichten sagte. „Diese Situation kann zu Konflikten und Gewalt führen. Für Kinder steigt das Risiko, misshandelt und missbraucht zu werden“, betonte er.

Umgang mit Kindesmisshandlung als Schwerpunkt

Beide Online-Fortbildungen haben den Umgang mit Verdacht auf Kindesmisshandlung zum Schwerpunkt. Dabei greift eins der Fortbildungsangebote die Grundlagen auf: Es bietet unter anderem Informationen über Risikofaktoren für wiederholte Misshandlung und Vernachlässigung, über den rechtlichen Rahmen und über Netzwerkpartner im Kinderschutz, wie Jugendämter und Kinderschutzambulanzen.

Darüber hinaus werden die diversen Folgen von Kindesmisshandlung dargestellt: So haben Betroffene ein lebenslang erhöhtes Risiko für zahlreiche psychische und somatische Erkrankungen.

Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen

Die zweite Fortbildung vertieft die Inhalte. Sie geht ausführlich auf verschiedene Formen von Misshandlung – körperliche Misshandlung, sexueller Missbrauch, emotionale Misshandlung und Vernachlässigung – ein. Anhand von Praxisbeispielen werden die unterschiedlichen Formen umfassend beleuchtet und Handlungsempfehlungen gegeben.

Zertifiziert mit 3 CME-Punkten

Beide Fortbildungen sind mit jeweils 3 CME-Punkten zertifiziert und stehen Ärzten und Psychotherapeuten im Fortbildungsportal der KBV zur Verfügung. Sie wurden von Professor Dr. Jörg M. Fegert, ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Ulm, gemeinsam mit der KBV entwickelt.

Die KBV engagiert sich seit langem bei der Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder. Um dem Wunsch von Ärzten und Psychotherapeuten nach niederschwellig zugängigen, auf die Gegebenheiten der Praxis zugeschnittenen Fortbildungs-Möglichkeiten nachzukommen, hat die KBV ein eigens auf den ambulanten Gesundheitsbereich zugeschnittenes E-Learning-Angebot zum Thema Kinderschutz geschaffen. Die erste Fortbildung zum Thema Schutzkonzepte ging Ende 2019 online.

Kinderschutz: Informationen für Ärzte und Psychotherapeuten

Zertifizierte Online-Fortbildungen für Ärzte und Psychotherapeuten

Die KBV hat ein auf den ambulanten Gesundheitsbereich zugeschnittenes E-Learning-Angebot zum Thema Kinderschutz eingerichtet. Drei Module, jeweils zertifiziert mit 3 CME-Punkten, stehen derzeit im Fortbildungsportal der KBV zur Verfügung.

Für den Zugang zum Fortbildungsportal ist ein Anschluss des Praxiscomputers an das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (z.B. über die Telematikinfrastruktur) erforderlich.

Fortbildungsportal (Zugang erforderlich)

Kinderschutzhotline 0800 19 210 00

Telefonisches Beratungsangebot 24/7 für Ärzte und Psychotherapeuten bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Kindesmissbrauch:

www.kinderschutzhotline.de

Infoflyer für Ärzte und Psychotherapeuten „Wie praktizieren wir Kinderschutz in der Praxis?“

Der Flyer bietet unter anderem praktische Hinweise für ein individuelles Schutzkonzept für die Praxis und kann kostenlos auf der Website des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bestellt werden:

Informationsmaterial

Plakat für die Praxis

Ärzte und Psychotherapeuten können auch mit einem Plakat für das Wartezimmer auf das Thema Kinderschutz hinweisen. Dieses kann, ebenso wie weitere Infomaterialien, kostenlos auf der Internetseite des Missbrauchsbeauftragten bestellt werden:

Informationsmaterial

Aktion „Kein Kind alleine lassen“ in der Corona-Krise

Die Aktion des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bietet auf der Website www.kein-kind-alleine-lassen.de einen Flyer sowie verschiedene Plakatmotive mit den wichtigsten Notrufnummern und Hinweisen für Kinder und Jugendliche, was sie tun können, wenn sie in Gefahr sind und wo sie jemanden erreichen, der ihnen hilft. Ärzte und Psychotherapeuten können die Materialien herunterladen und in der Praxis auslegen.

www.kein-kind-alleine-lassen.de

Kitteltaschenkarte mit Infos zum Umgang mit häuslicher Gewalt

Auf der Karte im Kitteltaschenformat sind übersichtlich wichtige Informationen für Fachkräfte im Gesundheitswesen zum Umgang mit häuslicher Gewalt zusammenfasst. Die Karte ist auf der Website der Medizinischen Kinderschutzhotline www.kinderschutzhotline.de zum Download verfügbar oder kann in gedruckter Form unter kinderschutzhotline.KJP@uniklinik-ulm.de bestellt werden.

www.kinderschutzhotline.de

Hilfeportal Sexueller Missbrauch

Betroffene von sexuellem Missbrauch sowie deren Angehörige können sich auf dem Online-Portal www.hilfeportal-missbrauch.de über Beratungs-, Hilfs- und Versorgungsangebote informieren. Teil der Plattform ist eine Adressdatenbank, über die Hilfsangebote vor Ort schnell gefunden werden sollen. Entwickelt und umgesetzt wurde das Hilfeportal vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Psychotherapeuten und Ärzte, die über Erfahrung in der Therapie von Betroffenen sexuellen Missbrauchs verfügen, sind dazu aufgerufen, sich mit ihren Kontaktdaten in die Suche aufnehmen zu lassen. Über den Link www.datenerfassung.hilfeportal-missbrauch.de können Therapeuten und Ärzte ihre Daten eingeben.

www.hilfeportal-missbrauch.de

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