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Praxisnachrichten

G-BA verlängert viele Erleichterungen für veranlasste Leistungen

29.05.2020 - Fast alle Sonderregelungen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie für veranlasste Leistungen gelten, wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss um einen Monat bis zum 30. Juni verlängert. Die KBV bietet eine Übersicht, welche Regelungen vorerst weiterhin gelten und welche ab 1. Juni entfallen.

Die Sonderregelungen für veranlasste Leistungen bedeuten Erleichterungen für Praxen und Patienten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am gestrigen Donnerstag fast alle dieser Sonderregelungen um einen Monat verlängert.

Ausnahme: Entlassmanagement

Eine Ausnahme sind die Sonderregelungen im Entlassmanagement. Diese werden aufgrund der Vorgaben der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung fortgeführt, solange durch den Deutschen Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt ist.

Dazu gehört, dass Krankenhäuser zum Übergang in die ambulante Versorgung Verordnungen von Heil- und Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege oder auch der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung weiterhin für bis zu 14 Tage ausstellen dürfen.

Keine AU per Telefon mehr

Eine Sonderregelung, die bereits ab 1. Juni entfällt, ist die AU-Bescheinigung per Telefon (die PraxisNachrichten berichteten).

Auch einige andere Sonderregelungen laufen Ende Mai aus. So dürfen Erstverordnungen häuslicher Krankenpflege nicht mehr für mehr als 14 Tage ausgestellt werden.

Übersicht

Die KBV hat ihre Übersicht der Sonderregelungen aktualisiert (siehe "Mehr zum Thema"). Diese Sonderregelungen sind auch auf der Themenseite zum Coronavirus.

G-BA ändert seine Geschäftsordnung

Aufgrund der Pandemie hat der G-BA seine Geschäftsordnung dahingehend ergänzt, dass er regional begrenzte Ausnahmen von seinen Richtlinien beschließen und damit auf ein räumlich begrenztes Infektionsgeschehen in Deutschland reagieren kann.

Empfehlungen für Heilmittel ebenfalls verlängert

Auch die Empfehlungen der Krankenkassenverbände und des GKV-Spitzenverbandes für Heilmittelbehandlungen und deren Abrechnung wurden bis zum 30. Juni verlängert (siehe "Mehr zum Thema"). Demnach sind bestimmte Heilmitteltherapien auch als Videobehandlung möglich, wenn sie aus Sicht des Heilmitteltherapeuten stattfinden kann und der Versicherte eingewilligt hat.

Möglich ist dies beispielsweise bei Krankengymnastik einschließlich Atemtherapie sowie bei allen Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie und Ergotherapie.

Sollten Korrekturen auf den ärztlichen Verordnungen notwendig sein, sollen Heilmitteltherapeuten Änderungen oder Ergänzungen auf dem Formular selbst vornehmen können, ohne dafür eine erneute ärztliche Unterschrift einholen zu müssen. Ausnahmen sind die Angaben zum Heilmittel und zur Verordnungsmenge. Für Änderungen dieser Angaben ist weiterhin die Arztunterschrift mit Datumsangabe notwendig.

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