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Praxisnachrichten

Initiative "Kein Kind alleine lassen" gegen häusliche Gewalt - Plakat für die Praxis

18.06.2020 - Während der Corona-Krise hat die familiäre Gewalt gegen Kinder deutlich zugenommen. Die Initiative „Kein Kind alleine lassen“ zeigt Möglichkeiten auf, schnell Hilfe zu finden. Ein Plakat der Aktion liegt der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts bei. Ärzte und Psychotherapeuten können es in der Praxis aushängen und so viele Menschen niederschwellig informieren. 

Auf dem DIN-A3-Plakat stehen wichtige Notrufnummern und Adressen, an wen sich Menschen wenden können, wenn es in ihrem Umfeld familiäre Probleme gibt und sie sich Sorgen um ein Kind machen.

Initiative des Missbrauchsbeauftragten

Die Aktion „Kein Kind alleine lassen“ ist eine Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Unter „www.kein-kind-alleine-lassen.de“ finden Unterstützer diverse Flyer in verschiedenen Formaten, die sie ausdrucken und im Hausflur, im Ladenfenster oder im Supermarkt aushängen können. Auch Praxen sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Plakat für die Praxis

„Bitte unterstützen Sie die Aktion“, appellierte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister an die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten. Mit dem Aufhängen des Plakats könnten viele Menschen informiert werden. Außerdem signalisiere das Praxisteam, ansprechbar für das sensible Thema von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch zu sein.

Bundesweit große Beteiligung an der Aktion

Die im April angelaufene Aktion stößt auf große Resonanz. Allein bis Ende Mai verzeichnete die Website „www.kein-kind-alleine-lassen.de“ über 100.000 Besucher und 55.000 Downloads von Materialien wie  Plakate und Flyern. 

Bundesweite Organisationen unterstützen die Initiative ebenfalls. Auch auf Twitter, Instagram und anderen Social-Media-Kanälen findet die Aktion breite Unterstützung und wird von hunderten Bürgern, Kinderschutzorganisationen und -verbänden geteilt und verlinkt.

„Kein Kind alleine lassen“: Das finden Sie auf der Website

Auf der Website www.kein-kind-alleine-lassen.de können Interessierte Flyer und Plakate, unter anderem mit Adressen von Beratungsstellen, ausdrucken. Daneben gibt es einen Bereich speziell für Kinder und Jugendlichen.

Bereich für Erwachsene: Die Seite hat einen Bereich für Erwachsene, in dem Interessierte nicht nur Materialien zum Teilen und Verbreiten finden, sondern auch Informationen zum richtigen Verhalten bei einem Verdacht auf sexuelle und andere familiäre Gewalt im Umfeld. Außerdem gibt es ein Verzeichnis wichtiger Anlaufstellen, die auch während der Corona-Krise erreichbar sind.

Bereich für Kinder und Jugendliche: Dieser Bereich bietet Direktkontakt per Chat, Mail oder Telefon zu Hilfeangeboten. Kinder finden hier auch Tipps, was sie tun können, wenn sie von Gewalt bedroht sind. Ergänzt wird das Angebot mit den Kontaktdaten wichtiger Kinder- und Jugendberatungsstellen.

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