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Notfallplan für Dialyse-Versorgung gilt bis 30. September

24.06.2020 - Der Notfallplan zur Sicherstellung der Versorgung von Dialyse-Patienten während der Coronavirus-Pandemie wird um drei Monate verlängert. Dadurch gelten bis zum 30. September teilweise gelockerte Vorgaben, damit die Dialyseeinrichtungen bei Bedarf schnell und unbürokratisch reagieren können.

Auf die Verlängerung haben sich KBV und GKV-Spitzenverband verständigt. Dialyse-Einrichtungen sollen dadurch weiterhin flexibel auf bestimmte Notsituationen reagieren können.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Dialyse-Ärzte krankheitsbedingt ausfallen oder ganze Einrichtungen aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in dem gewohnten Umfang weiterarbeiten können. In solchen Fällen können Praxen beispielsweise unkompliziert Patienten anderer Praxen übernehmen.

Auch muss im Bedarfsfall reagiert werden, wenn sich Dialyse-Patienten mit dem Virus infiziert haben. So kann es sinnvoll sein, dass einige Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem Virus angesteckt haben.

Ärzte müssen ihre KV informieren

Ärzte müssen ihre Kassenärztliche Vereinigung darüber informieren, wenn sie von den Dialyse-Vorgaben abweichen.

Die Verlängerung der Vereinbarung zu den Notfallmaßnahmen gilt bis zum 30. September. Bis dahin können auch die Zuschlagsziffern für Infektionsdialysen, die an die Coronavirus-Situation angepasst wurden, weiterhin abgerechnet werden (siehe Infokasten).

Zuschlagsziffern zu Infektionsdialysen

Diese Kostenpauschalen sind seit dem 23. März 2020 auch bei Quarantäne-Patienten und bei Kontaktpersonen der Kategorie I des Robert Koch-Institutes berechnungsfähig:

  • GOP 40835: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40816, 40823 oder 40825 für die Infektionsdialyse und
  • GOP 40836: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40815, 40817, 40818, 40819, 40824, 40826 bis 40828 für die Infektionsdialyse

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