Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Neues Formular für Corona-Tests mit QR-Code

24.06.2020 - Das neue Formular zur Veranlassung von Corona-Tests ist fertig und steht demnächst zur Anwendung in den Praxen bereit. Es enthält einen QR-Code, mit dem getestete Personen ihr Ergebnis online einsehen und bei einer bestätigten Infektion in der Corona-Warn-App freischalten können.

Damit soll es möglich sein, dass Versicherte schneller ihr Testergebnis erhalten und bei einer Infektion mit dem Virus möglichst viele Kontaktpersonen über die Corona-App informieren können, dass sich ihr Risikostatus verändert hat.

Versicherter erhält QR-Code für App

Das neue Formular gibt es in zwei Ausfertigungen: Das Muster 10C für Arztpraxen und das Muster OEGD für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Beide Auftragsscheine gliedern sich in zwei Teile: Der obere Teil mit Informationen zur Beauftragung des Tests geht an das Labor. Den unteren Teil bekommt der Versicherte. Auf beiden Teilen ist ein identischer QR-Code aufgedruckt.

Der QR-Code ist auch der Grund dafür, warum das Formular nicht kopiert werden darf. Denn in diesem Fall gäbe es den QR-Code zweimal und das Testergebnis könnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

Formular 10C für Arztpraxen

Vertragsärzte verwenden für die Beauftragung einer SARS-CoV-2-Testung nach EBM künftig nur noch Muster 10C (statt Muster 10). Das gilt für Tests zur diagnostischen Abklärung ebenso wie für Tests nach einer Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, wenn sich die Person direkt an den Arzt wendet.

Eigenes Formular für Gesundheitsdienst

Für die Veranlassung von Tests, die im Auftrag des Öffentlichen Gesundheitsdienstes nach der neuen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums erfolgen, wird das Formular OEGD verwendet.
Nach der Rechtsverordnung zur SARS-CoV-2-Testung, die am 9. Juni veröffentlicht wurde, darf ausschließlich der ÖGD die Testung von asymptomatischen Patienten, zum Beispiel in Pflegeheimen oder Schulen, veranlassen. Dazu gehört auch die Testung von Personen ohne Krankheitszeichen, die mit positiv Getesteten einen mindestens 15-minütigen persönlichen Kontakt hatten oder in demselben Haushalt leben.

Der ÖGD kann mit der Testung Praxen oder andere medizinische Einrichtungen vertraglich beauftragen. In den Verträgen sollte Näheres zur Vergütung der Abstrichentnahme oder zum Bezug der Formulare für die Labordiagnostik geregelt werden.

Vorgaben der KBV

Die KBV hatte mit der Rechtsverordnung den Auftrag erhalten, bis zum 24. Juni Näheres zur Veranlassung und Abrechnung von Corona-Tests mittels Nukleinsäurenachweis zu regeln, die über den Öffentlichen Gesundheitsdienst laufen. Dazu gehört auch das neue Formular OEGD.

Zugleich musste die KBV Vorgaben für die Abrechnung der labordiagnostischen Leistungen erstellen, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung erfolgen soll. Die Kosten für die Testung, die der ÖGD gemäß Rechtsverordnung veranlasst, werden aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds finanziert.

Hinweis zum Bezug des neuen Formulars 10C

Das neue Formular 10C soll im Laufe des nächsten Monats bereitstehen. Über den Bezug gedruckter Exemplare werden die Kassenärztlichen Vereinigungen ihrer Mitglieder rechtzeitig informieren.

Das Formular wird auch in der Praxissoftware hinterlegt und als Blankoformular definiert sein, sodass es im Praxisverwaltungssystem ausgefüllt werden kann.

Bis zur Bereitstellung des Formulars 10C und der Updates für das Praxisverwaltungssystem ist das Formular 10 zu verwenden.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten