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KBV-Vorstand zur DKG-Kritik: Der ambulante Schutzwall hat funktioniert

02.07.2020 - Der Vorstand der KBV hat die Kritik der Deutschen Krankenhausgesellschaft an der Arbeit der niedergelassenen Ärzte in der Corona-Krise energisch zurückgewiesen. Es sei schon bemerkenswert, in welcher dreisten Art und vor allem mit welcher Unkenntnis Geschäftsführer Georg Baum versuche, die hervorragenden Leistungen der Vertragsärzte kleinzureden.

Baum hatte gegenüber der Presse behauptet, dass der ambulante Bereich nicht das geleistet habe, was möglich gewesen wäre. So seien viele Praxen geschlossen gewesen, auch hätte es kaum Hausbesuche gegeben, sodass die Kliniken zahlreiche Aufgaben übernehmen hätten müssen.

Sechs von sieben Corona-Patienten ambulant versorgt

„Sechs von sieben Corona-Patienten werden in Deutschland ambulant versorgt. Das ist Herrn Baum offenbar entgangen“, betonte KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen und fügte hinzu: „Ebenso, dass die Praxen Infektionssprechstunden und spezielle Hausbesuchsdienste anbieten oder ihre Patienten per Video versorgen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.“

Dass die Ärzte in den Krankenhäusern teilweise vor leeren Betten gestanden hätten und nicht wie in Italien oder Spanien die Intensivstationen mit Patienten überfüllt gewesen seien, habe nicht zuletzt an der ausgezeichneten ambulanten Versorgung gelegen, betonte Gassen. „Der niedergelassene Schutzwall hat funktioniert.“

Ärzte sollten zusammenarbeiten  

KBV-Vize-Chef Dr. Stephan Hofmeister appellierte an die Vernunft der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). „Statt das ewige Spiel ‚Wer ist der Beste?‘ zu spielen, sollte auch die DKG erkannt haben, dass Ärzte – egal, ob sie in einer Praxis oder einem Krankenhaus tätig sind – in Zeiten einer Pandemie zusammenarbeiten sollten. Das sollten unsere Patientinnen und Patienten von uns erwarten können.“

„Es geht darum, miteinander die Pandemie zu bewältigen und nicht gegeneinander“, sagte Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Die Praxis- und Krankenhausärzte vor Ort, die sich tagtäglich um die Versorgung der Patienten kümmerten und auch zusammenarbeiten, wüssten das. 

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