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Auf einen Blick: Das Wichtigste zur Coronavirus-Testung

10.07.2020 - Wer kann in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden? Welches Formular nutzen Ärzte und wie erfolgt die Abrechnung? Die KBV hat für einen schnellen Überblick die wichtigsten Punkte für Ärztinnen und Ärzte in einem Schaubild zusammengefasst.

Im Wesentlichen gibt es drei Testszenarien, die in dem Schaubild dargestellt sind: Personen mit COVID-19-Symptomen, Personen, die von der Corona-Warn-App den Hinweis „erhöhtes Risiko“ erhalten, und Personen, die auf Veranlassung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) getestet werden, beispielsweise in Schulen und Pflegeheimen.

Tests, die Ärzte veranlassen können

Personen mit typischen und atypischen COVID-19-Symptomen können –  nach telefonischer Voranmeldung – direkt eine Arztpraxis aufsuchen und sich testen lassen. Die Abrechnung erfolgt über den EBM. Zur Beauftragung der Laboruntersuchung verwenden Ärzte das neue Formular 10C, das in Kürze bereitsteht (bis dahin Formular 10).

Jedes Formular enthält einen persönlichen QR-Code, mit dem der Getestete sein Ergebnis über die Corona-Warn-App einsehen kann, sofern er dem zugestimmt hat und dies auf dem Formular angekreuzt ist.  

Personen, die von der Corona-Warn-App den Hinweis „erhöhtes Risiko“ erhalten, können gleich einen Vertragsarzt aufsuchen oder sich an ein Gesundheitsamt wenden. Geht der Betroffene direkt zum Arzt, erfolgt auch hier die Abrechnung über den EBM und die Beauftragung des Tests auf dem Formular 10C.

Tests nach Beauftragung des ÖGD

In anderen Fällen sind Testungen möglich, wenn der ÖGD diese anordnet. Nach der Rechtsverordnung (RVO) des Bundesgesundheitsministeriums fallen darunter Tests von asymptomatischen Kontaktpersonen beispielsweise in der Familie, Tests beispielsweise in Schulen, Pflegeheimen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen nach Ausbruchsgeschehen oder zur Verhütung der Verbreitung des Virus sowie Tests nach Aufenthalt in einem Risikogebiet.

Wichtig ist hier: Die Gesundheitsämter können die Tests selbst durchführen oder Dritte, zum Beispiel Vertragsärzte, beauftragen. Das gilt auch, wenn sich jemand mit einem Warnhinweis der App direkt an den ÖGD wendet. Für die Abrechnung gelten dann Sonderregelungen, die regional vereinbart werden.

Die Beauftragung des Labors erfolgt bei allen ÖGD-Testungen auf dem Formular OEGD, das über den Öffentlichen Gesundheitsdienst bereitgestellt wird und ebenfalls einen QR-Code enthält. Auf dem Formular ist auch die Postleitzahl des Gesundheitsamtes anzugeben, das den Test veranlasst hat.

Sind Corona-Testungen zum Beispiel vor Reisen erforderlich, handelt es sich um Wunschleistungen, die weder zu Lasten der Krankenkasse noch zu Lasten des ÖGD durchgeführt werden können.

Übersicht mit weiteren Details für Praxen

Ergänzend zu dem Schaubild bietet die KBV eine zweiseitige Übersicht mit weiteren Details, unter anderem auch zur Kodierung und Meldepflicht (siehe "Mehr zum Thema").

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