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Praxisnachrichten

Neue Leistung: Keuchhusten-Impfung für Schwangere

16.07.2020 - Schwangere Frauen können sich gegen Keuchhusten impfen lassen, um sich und ihr Baby besser vor der Erkrankung zu schützen. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist jetzt in Kraft getreten.

Die Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) in der Schwangerschaft soll kurz vor der Geburt zu einer höheren Antikörperkonzentration führen und so nicht nur die Mutter, sondern auch das Neugeborene besser vor der Krankheit schützen.

Ziel ist es, die Zahl der Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle durch eine Infektion mit Bordetella-pertussis-Bakterien bei Neugeborenen und jungen Säuglingen zu reduzieren.

Im März hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) die Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft empfohlen. Der Gemeinsame Bundesausschuss passte anschließend die Schutzimpfungs-Richtlinie entsprechend an (die PraxisNachrichten berichteten).

Mit Inkrafttreten des Beschlusses am 10. Juli haben schwangere Frauen Anspruch auf die Impfung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Pertussis für schwangere Frauen zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels. Besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt, sollte die Impfung ins zweite Schwangerschaftsdrittel vorgezogen werden.

Wird die Impfung in der Schwangerschaft versäumt, soll die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt geimpft werden, sofern ihre letzte Impfung gegen Pertussis zehn oder mehr Jahre zurückliegt.

Informationen des Robert Koch-Institutes zur Schutzimpfung gegen Keuchhusten

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