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Praxisnachrichten

Testung von Urlaubern: Freiwillige Unterstützung der Niedergelassenen wird gebremst

04.08.2020 - Die Testung von Reise-Rückkehrern aus dem Ausland ist für niedergelassene Ärzte freiwillig. Die Vertragsärzte könnten den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei seiner Aufgabe unterstützen, die Testung von Einreisenden auf SARS-CoV-2 vorzunehmen, sie müssten es aber nicht, stellte der Vorstand der KBV klar. 

Pauschale Vergütung nicht wirtschaftlich

„Allerdings gibt es Hürden, die das freiwillige Engagement der Kolleginnen und Kollege nicht gerade fördern“, betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen in einer Presseerklärung. So sei die pauschale Vergütung von 15 Euro je Abstrich nicht wirtschaftlich. „Darauf hatten wir die Politik auch immer drauf hingewiesen“, erklärte Gassen.

Übermaß an Bürokratie

Zudem gebe es ein Übermaß an Bürokratie. „Die Vielzahl der Formulare und Verwaltungswege erzeugt ungeheure bürokratische Aufwände“, führte Dr. Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, aus. „Die gesamte Abwicklung der Tests für Urlaubsrückkehrer müsste händisch erfolgen. Sowohl in der Arztpraxis als auch in den Kassenärztlichen Vereinigungen“, erläuterte er.  

Beide Vorstände appellierten an die Bundesländer, schnell Klarheit über die Finanzierung möglicher Testzentren zu schaffen. „Die Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums fordert eine rasche Umsetzung. Die Kassenärztlichen Vereinigungen können beim Aufbau von Testzentren unterstützen. Allerdings sind dafür entsprechende Vereinbarungen mit den Ländern erforderlich.“ 

Zum Hintergrund: Das Bundesgesundheitsministerium hatte mit Wirkung zum 1. August eine Änderung der Rechtsverordnung zur Testung auf SARS-CoV-2 beschlossen. Danach können sich alle Rückkehrer aus dem Ausland beim Gesundheitsamt, an Teststationen an Flughäfen und Bahnhöfen oder in einer Arztpraxis kostenfrei testen lassen. 
 

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